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Bayern-Star Franck Ribéry gibt im Trainingslager in Doha ein Interview.

Bayern-Star Franck Ribéry gibt im Trainingslager in Doha ein Interview.

dpa

Bayern-Star Franck Ribéry gibt im Trainingslager in Doha ein Interview.

Doha (dpa) - Die Bayern packt die Angriffslust. Ermutigt vom «Feuer» im Trainingslager im Wüstenstaat Katar und beflügelt von der wachsenden Hoffnung auf neuen Fußball-Zauber mit Franck Ribéry und Arjen Robben werden die Töne immer lauter und optimistischer.

«Es steckt ein unheimlicher Siegeswille in der Mannschaft. Es ist Feuer im Training, keiner will ein Trainingsspiel verlieren», berichtete Fußball-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger und tönte: «Viele Spiele verlieren wir in der Rückrunde nicht.»

Die Phantasie einer bärenstarken zweiten Saisonhälfte befeuert besonders die während der kompletten Hinrunde gesprengte Flügelzange «Rib» & «Rob». Robben kündigte in Doha an, nach seiner schweren Oberschenkelverletzung «noch stärker als zuvor zurückkommen» zu wollen. Und Ribéry möchte sein Seuchenjahr 2010 mit aller Macht vergessen machen. «Wenn Arjen und ich bei hundert Prozent sind, ist das gut für uns und schwer für die anderen Mannschaften», erklärte Ribéry, der wie ausgewechselt wirkt: «Mein Spaß ist zurück. Ich fühle mich sehr gut. Ich bin sehr glücklich.»

Das WM-Debakel mit Frankreich, das wegen einer Roten Karte verpasste Champions-League-Finale, die private Rotlicht-Affäre - alles für ihn vorbei und verdrängt. «Das letzte Jahr war schwer. Jetzt ist ein neues Jahr», sagte Ribéry: «Ich bin fit, ich will jeden Tag hundert Prozent trainieren.» Sogar sein schwieriges Verhältnis zu Louis van Gaal würde sich entkrampfen: «Mit dem Trainer läuft es gut, besser als früher. Das ist wichtig für uns, den Verein und für mich.»

Und «Robbéry» soll 2011 endlich mal auf Dauer zum Programm beim deutschen Meister werden. «Ich freue mich auf eine Rückrunde mit Franck Ribéry und Arjen Robben», sagte Sportdirektor Christian Nerlinger: «Ich hoffe, dass sie uns regelmäßig zur Verfügung stehen.»

Viel zu selten war das seit Robbens Verpflichtung im August 2009 der Fall. Jetzt treiben sich die Stars gegenseitig an, auf dem Platz des «Aspire»-Sportkomplexes in Doha schießen und rennen sie um die Wette. «Alle sind glücklich, dass Arjen zurück ist. Und er ist zurückgekommen, als wenn er nie verletzt gewesen wäre», sagte Ribéry staunend über Robben. Der Holländer, bei dem das fünf Zentimeter große Loch im linken Oberschenkelmuskel ausgeheilt ist, erwidert die Komplimente: «Franck ist im Training sehr aggressiv, sehr motiviert. Wenn er in guter Form ist, gehört er zu den besten Spielern der Welt. Ich freue mich sehr, wieder mit ihm zusammenzuspielen.»

Die Bundesliga ist gewarnt. «Franck und Arjen sind zwei Spieler, die selbst Eins-gegen-Zwei- oder Eins-gegen-Drei-Situationen lösen können. Das gibt es nicht oft in Europa», betonte Schweinsteiger: «Das Gefühl sagt mir, dass wir auf einem sehr guten Weg sind.» Nun gelte es aber zum Rückrundenstart in Wolfsburg «gleich ein richtiges Zeichen rauszuschicken», ergänzte Schweinsteiger, der sich selbst mit Kapselproblemen am rechten Sprunggelenk herumplagt. «Ich muss ein bisschen mit Vorsicht rangehen», sagte der 26-Jährige.

Auch wenn im defensiven Mittelfeld die Zukunft an seiner Seite Neueinkauf Luiz Gustavo gehören soll, plädierte Schweinsteiger in Doha für einen Verbleib von Kapitän Mark van Bommel: «Man weiß um die Qualität von Mark. Ich hoffe, dass er hierbleibt.» Van Bommel, dessen auslaufender Vertrag nicht mehr verlängert werden soll, werde mit seiner «großen Erfahrung» gerade in der Champions League gebraucht, begründete Schweinsteiger: «Und das verlorene Finale gegen Inter Mailand ist ein Extra-Ansporn für uns.»

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