«Schulle»
Christian Schulz hat großen Anteil am Erfolg von Hannover 96.

Christian Schulz hat großen Anteil am Erfolg von Hannover 96.

dpa

Christian Schulz hat großen Anteil am Erfolg von Hannover 96.

Hannover (dpa) - Bei Christian Schulz läuft es rund. Der Linksverteidiger hat mit seinen konstanten Leistungen großen Anteil am Höhenflug von Hannover 96. Das weckt das Interesse der Konkurrenz in der Fußball-Bundesliga.

«Schulle», wie der 27-Jährige von den Fans genannt wird, ist seit Tagen als Zugang beim VfL Wolfsburg im Gespräch. Der Ligarivale möchte Schulz verpflichten - sofort oder im Sommer, wenn der Vertrag des Abwehrspezialisten ausläuft.

«Es gibt lose Kontakte zum VfL», bestätigte 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke das Wolfsburger Interesse an Schulz. «Wir sind sehr, sehr weit», ergänzte Schulz-Berater Harun Arslan in der «Bild»-Zeitung. Der Profi selbst hält sich zu seinen Zukunftsplänen noch bedeckt. «Mein Ziel ist es vor allem, noch einmal international zu spielen», sagte der vielseitig verwendbare Defensivakteur.

Vor seinem Wechsel zu Hannover 96 hatte Schulz von 2002 bis 2007 regelmäßig mit Werder Bremen in den Europapokal-Wettbewerben gespielt. In dieser Saison läuft es bei ihm und seinen 96-Kollegen so gut, dass der Überraschungsmannschaft sogar die Qualifikation für Europa winkt - derzeit sind die Chancen dafür zumindest sehr viel größer als beim finanzstärkeren Ex-Meister in Wolfsburg.

«Ich fühle mich wohl in Hannover, und die Mannschaft hat sich gut entwickelt», sagte Schulz. Das Ende des Hickhacks um die Verlängerung des Vertrages von 96-Trainer Mirko Slomka bezeichnete Schulz als ein «gutes Zeichen». Es könnte auch für ihn ein Signal sein, doch in Hannover zu bleiben. Das hoffen zumindest Schmadtke und Slomka, der unter der Woche bis 2013 verlängerte. «Wir müssen versuchen, die derzeitige Mannschaft zusammenzuhalten», forderte Slomka.

Dass auch Spieler von Clubs wie Hannover 96 eine Chance haben, international zu spielen, demonstrierte Bundestrainer Joachim Löw im vergangenen August. Da berief er Schulz für das Test-Länderspiel gegen Dänemark ins Nationalteam zurück - zuvor hatte dieser 2005 zuletzt das DFB-Trikot getragen. Ein Grund für die Rückholaktion war sicherlich die Pause für zahlreiche WM-Teilnehmer, doch die überraschende Nominierung stachelte den Ehrgeiz des Profis an, der in dieser Saison bisher nur ein Bundesliga-Spiel versäumt hat.

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