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FIFA-Mitglieder haben einen Brief des Fußballverbands Palästinas erhalten. Foto: Steffen Schmidt

FIFA-Mitglieder haben einen Brief des Fußballverbands Palästinas erhalten. Foto: Steffen Schmidt

dpa

FIFA-Mitglieder haben einen Brief des Fußballverbands Palästinas erhalten. Foto: Steffen Schmidt

Zürich (dpa) - Der Fußballverband Palästinas hat in einem Brief an alle FIFA-Mitgliedsstaaten seine Resolution für den Kongress des Weltverbandes in zwei Wochen bekanntgegeben und erneut den Ausschluss Israels aus der FIFA gefordert.

In dem Schreiben, das der ehemalige FIFA-Präsidentschaftskandidat Jérôme Champagne am Samstag öffentlich machte, wendet sich der palästinensische Verband (PFA) in einem mehrseitigen Brief an die 208 FIFA-Mitgliedsländer.

Der PFA wirft den Israelis unter anderem Sanktionen vor, die den Fußball im Westjordanland und dem Gaza-Streifen massiv behindern sollen. Zudem soll der israelische Verband (IFA) nicht angemessen auf rassistische und diskriminierende Äußerungen von Vereinsvertretern des Top-Clubs Beitar Jerusalem reagiert haben.

In der kommenden Woche will FIFA-Präsident Joseph Blatter nach Israel und Palästina reisen und in dem Konflikt vermitteln. Am Dienstag werde er den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Jerusalem treffen, kündigte der Chef des Fußball-Weltverbandes an.

Er sei überzeugt, dass «Netanjahu die FIFA-Delegation nicht empfangen würde, wenn er nicht bereit wäre, Zugeständnisse zu machen», sagte Blatter. Am Mittwoch werde er mit Palästinenserführer Mahmud Abbas in Ramallah zusammenkommen. Der FIFA-Kongress ist am 29. Mai in Zürich. Der Antrag auf den Ausschluss Israels hat praktisch keine Aussicht auf Erfolg, ist aber ein Politikum, das ein schlechtes Licht auf den Kongress werfen kann - vor der erwarteten Wiederwahl Blatters.

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