München (dpa) - Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) hat angesichts des neuen Fußball-Wettskandals einen eigenständigen Straftatbestand gegen Manipulation im Sport gefordert.

«Die Entwicklungen zeigen, dass wir dringend über ein umfassendes Gesetz zum Schutz des Sports nachdenken müssen. Chancengleichheit und Fairness im Sport werden nicht nur durch Doping gefährdet. Auch die Bestechungsskandale der letzten Jahre erschüttern die Glaubwürdigkeit des Sports», äußerte die Landespolitikerin in einer Mitteilung. «Wir haben es hier wohl mit höchst kriminellen Machenschaften zu tun, die die Lauterkeit des Sports unterwandern», erklärte Merk.

Die europäische Polizeibehörde Europol hatte bekanntgegeben, von 2008 bis 2011 allein in 15 Nationen Europas mehr als 380 Fußball-Spiele ermittelt zu haben, die unter Manipulationsverdacht stehen. «Das ist ein großes Thema für den Fußball und die Regierungen, das es zu lösen gilt», twitterte FIFA-Chef Joseph Blatter dazu.

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