Der Trainer des FC Bayern München hält vor seiner „Heimkehr“ nach Leverkusen an den Saisonzielen fest.

Jupp Heynckes
Jupp Heynckes glaubt ans Triple.

Jupp Heynckes glaubt ans Triple.

dpa

Jupp Heynckes glaubt ans Triple.

Köln. Es ist seine erste „Heimkehr“ zu Bayer Leverkusen. Als Trainer des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München. Auch wenn der FC Bayern nicht mehr Erster der Bundesligatabelle ist, bleibt Heynckes fest überzeugt von seinen Saisonzielen.

Nicht weniger als drei Titel sollen es am Ende sein. „Wir haben noch alle Optionen“, sagt Heynckes in Köln, wo die Bayern seit gestern Station machen vor dem Auswärtsspiel in Leverkusen. Als Trainer war Heynckes mit Bayer Vierter und Zweiter geworden.

Bevor er nach München wechselte. „Mein Schritt war richtig“, sagt Heynckes im Gespräch mit unserer Zeitung. „Ich habe immer gewusst, auf was ich mich eingelassen habe. Ich bin lange genug Trainer, um zu wissen, dass der FC Bayern immer eine Herausforderung ist.“

„Was heißt schon Druck? Wenn einer beim FC Bayern ist, weiß er, was auf ihn zukommt“

Jupp Heynckes

Sie haben noch alle Optionen, „obwohl wir in der Liga einen opulenten Vorsprung verspielt haben. Und in der Champions League beim FC Basel verloren haben, aber das war ja erst das Hinspiel, das ist zu korrigieren“.

Druck? „Was heißt schon Druck? Wenn ein Spieler beim FC Bayern unter Vertrag steht, weiß er, was auf ihn zukommt. Meine Spieler kennen das und leben damit.“ Selbstvertrauen und Kaltschnäuzigkeit zeigen. Wie gegen Schalke. Das ist das Ziel. Um in der Bundesliga Borussia Dortmund angreifen zu können.

9. Mai 1945 in Mönchengladbach

346 Spiele in der Bundesliga, 195 Tore, 39 Länderspiele, 14 Tore.

Der FC Bayern München ist die 13. Station des erfolgreichen Fußballlehrers.

Kommunikationsstörungen mit seinen Spielern? Alles Gerüchte. „Ich bin ein Trainer, der viel und intensiv mit seinen Spielern spricht.“ Auch mit Franck Ribéry, dessen Einsatz in Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr) nach einer Oberschenkelprellung ebenso unsicher ist wie der von Holger Badstuber.

Und auf Bastian Schweinsteiger müssen sie auch noch warten. Der Nationalspieler stieg erst gerade wieder ins Lauftraining ein. „Ich freue mich auf das Wiedersehen mit meiner ehemaligen Mannschaft“, erzählt Heynckes. Die Mannschaft seines Nachfolgers Robin Dutt habe Zeit gebraucht, um sich zu finden, Renato Augusto habe lange gefehlt. „Mir scheint, das Mittelfeld von Bayer funktioniert jetzt wieder besser.“

Kein Zweifel am Siegeswillen der Bayern in Leverkusen

Und trotzdem lässt Heynckes keinen Zweifel daran, dass der FC Bayern in Leverkusen gewinnen will. Dazu gibt es keine Alternative, wenn der Kampf um die Meisterschaft spannend bleiben soll.

Die Niederlage der Nationalmannschaft gegen Frankreich hat Heynckes nicht überrascht. „Trotzdem war es richtig, dass der Bundestrainer der zweiten Reihe eine Chance gegeben hat. Das Ergebnis ist nicht so wichtig. Man konnte nicht mehr erwarten.“

Dass er in Köln auch noch etwas zu Lukas Podolski sagen muss, ist klar. „Lukas Podolski ist ein ganz exzellenter Fußballspieler, der unbedingt Vertrauen braucht. Ich kenne seine Lebensplanung nicht. Man sagt ja, dass er ohne den Dom nicht leben kann. Und ich weiß nicht, wie ernst es ihm ist, eine neue Herausforderung zu suchen. Zu den Bayern wechselt er, glaube ich, aber nicht.“ Heynckes lacht.

Nur zu einem sagt er nichts. Auf die Frage nach Michael Ballack bleibt Jupp Heynckes eine Antwort schuldig: „Dazu kann ich mich nicht äußern, dazu will ich mich auch nicht äußern.“

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