Bastian Schweinsteiger wechselt nach 17 Jahren beim FC Bayern München zu Manchester United nach England.

23 Titel hat Bastian Schweinsteiger mit den Bayern geholt. Acht Deutsche Meisterschaften, ...
23 Titel hat Bastian Schweinsteiger mit den Bayern geholt. Acht Deutsche Meisterschaften, ...

23 Titel hat Bastian Schweinsteiger mit den Bayern geholt. Acht Deutsche Meisterschaften, ...

... sieben DFB-Pokale, ...

... 2013 dann endlich auch die Champions League.

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23 Titel hat Bastian Schweinsteiger mit den Bayern geholt. Acht Deutsche Meisterschaften, ...

München. Ob in der Arena in Fröttmaning oder früher im Olympiastadion – wenn der FC Bayern München seine neue Mannschaft vorstellte, durfte in den vergangenen zwölf Jahren einer nie fehlen: Bastian Schweinsteiger. Am Samstagmittag bei der Team-Präsentation 2015/2016 warteten die Anhänger des Rekordmeisters aber vergeblich auf „ihren Basti“. Als Vereinsboss Karl-Heinz Rummenigge zum Mikrofon griff und den Wechsel des 111-maligen Nationalspielers, Weltmeisters und Champions-League-Siegers zu Manchester United verkündete, war das Ende einer Ära offiziell.

Das Raunen in der prall gefüllten Arena, begleitet von Pfiffen, ging schließlich in Applaus über, nachdem Rummenigge die Verdienste des oberbayrischen Urgesteins herausstellte und ihm ein Abschiedsspiel nach Ende seiner Karriere in Aussicht stellte: „Die Tür steht immer für ihn offen.“

Nach mehr als 500 Pflichtspielen, 70 Toren und 23 Titeln sagt Schweinsteiger servus. Seit seinem 13. Lebensjahr spielte er beim FC Bayern und verkörperte wie kein Zweiter das „mia san mia-Gefühl“ an der Säbener Straße. Jetzt wechselt er auf die Insel, wo er von seinem ehemaligen Trainer und Mentor Louis van Gaal mit offenen Armen empfangen wird.

Bei Bayerns Trainer Pep Guardiola war Schweinsteiger zuletzt ein wenig ins Abseits geraten. Was Rummenigge aber nicht als Grund für den Wechsel gelten lassen wollte: „Dass er wegen unseres Trainers gegangen wäre, muss ich ins Reich der Fabel verweisen. Die zwei haben ein völlig intaktes Verhältnis“, sagte Rummenigge.

Der Wechsel nach England bringt für alle Seiten Vorteile

Nun ist Schweinsteiger also weg, spielt künftig im Old Trafford – eins seiner Lieblingsstadien, wie er einmal sagte. Bei aller Emotionalität, die der Abschied dieses „Urviechs“ des Münchener Fußballszene mit sich bringt, ergibt der Deal Sinn und bringt nur Gewinner hervor. Der FC Bayern kassiert dem Vernehmen nach rund 20 Millionen Euro für einen Spieler, dessen Vertrag nur noch ein Jahr lief. Schweinsteiger wiederum wird ein Jahressalär von angeblich etwa 13 Millionen Euro einstreichen. Auch Pep Guardiola braucht sich nun nicht mehr groß den Kopf zu zerbrechen, wenn es um die Frage geht: mit Schweinsteiger oder ohne den beliebten „Fußball-Gott“. Ist das Mittelfeld mit Martinez, Lahm oder Thiago doch derart edel besetzt, dass es für Schweinsteiger immer schwerer geworden wäre, einen Stammplatz zu erobern. Auch Bundestrainer Joachim Löw hat den Transfer seines Kapitäns gutgeheißen. Und Tennislegende und Bayern-Fan Boris Becker sagte im Sportstudio: „Wenn nicht jetzt, wann sonst?“

Bayern München (1998-2015), Manchester United (ab 2015)

Deutscher Meister (8), DFB-Pokal (7), Ligapokal (2), Superpokal (2), Champions League (1), Uefa-Supercup (1), Klub-WM (1), Weltmeister (1)

Schweinsteiger hat in seiner großen Laufbahn nicht nur glanzvolle Momente, sondern auch Enttäuschungen erlebt. Etwa, als er 2012 im „Finale dahoam“ in München gegen Chelsea den entscheidenden Elfmeter vergab. Doch die Generation Schweinsteiger/Lahm kam zurück und holte ein Jahr später den Titel in Wembley gegen Dortmund. Als er im vergangenen Sommer auch Weltmeister wurde, hatte sich Schweinsteiger endgültig in die Riege der ganz Großen des internationalen Fußballs vorgeschoben. Nun lässt er diese Karriere in Manchester ausklingen.

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