Doha (dpa) - Asiens Verbandschef Mohamed bin Hammam kann sich nun doch eine Fußball-WM 2022 im Winter vorstellen. «Ich bin nicht dagegen, aber ich schlage es auch nicht vor», sagte das Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees in Doha.

Der Funktionär aus Katar hatte zuletzt noch die vom Weltverbands-Präsidenten Joseph Blatter befürwortete Verlegung der WM 2022 in Katar in den Winter scharf kritisiert und gesagt: «Wir haben kein Interesse, auch nur eine Woche von Juni oder Juli abzuweichen.»

Während des Asien Cups in Katar, der als erster Test für die WM in elf Jahren gilt, wich bin Hammam nun erstmals etwas von seinem kategorischen Nein ab. Man solle die WM 2018 in Russland abwarten und danach erst eine Entscheidung fällen, betonte bin Hammam.

Im Sommer herrschen in dem kleinen Wüstenstaat Temperaturen von bis zu 50 Grad. Die FifPro, die Weltvereinigung der Profifußballer, hat zuletzt ihren Widerstand gegen ein Turnier im Sommer angekündigt. Die FIFA erklärte am Donnerstag, dass eine mögliche Verlegung vom Sommer in den Winter «vom Fußballverband von Katar initiiert und dem FIFA-Exekutivkomitee unterbreitet werden» müsste.

Bislang allerdings liegt beim Weltverband in Zürich noch kein Antrag auf eine Verlegung vor. Ein Sprecher der Katar-Bewerbung betonte, dass es bis auf Weiteres keine Kommentare vom WM-Gastgeber 2022 geben werde, bis sich in den kommenden Wochen ein Organisationskomitee gegründet hat.

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