Karlsruhe (dpa) - Eine neue Vereinssatzung soll Streitigkeiten in den Führungsgremien des Fußball-Drittligisten Karlsruher SC künftig verhindern.

Zentrales Element ist eine Regelung, nach der es der Zustimmung des Verwaltungsrates bedarf, wenn der Club einen Spieler verpflichten will, dessen Gehalt mehr als sechs Prozent des genehmigten Saison-Etats betragen würde. Das beschlossen die 250 Mitglieder bei der außerordentlichen KSC-Versammlung am Montagabend. Das Gehalt eines kaufmännischen Geschäftsführers oder Sportdirektors soll bis zur Höhe von einem Prozent des Etats zustimmungsfrei sein.

«Ich glaube, wir haben jetzt eine Satzung, mit der man gut arbeiten kann. Viele Zweifelsfragen sind jetzt genau geregelt», sagte der Präsident des Tabellenführers, Ingo Wellenreuther. Der Verein hatte alle Mitglieder, Vereinsgremien und selbst die Fans aufgerufen, sich in einer Satzungskommission zu engagieren. Nach mehr als einem Jahr Beratungen hatte diese ihre Vorschläge zur Abstimmung vorgelegt.

«Für den Verein war es wichtig, dass wir mehr Leitplanken bekommen und insgesamt mehr Regelungen, mehr Transparenz und mehr Klarheit», sagte der Verwaltungsratsvorsitzende Dirk Welsch. In der Vergangenheit seien in höheren Spielklassen Verträge geschlossen worden, die den Club später stark belastet hätten.

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