Leipzig (dpa) - Der Trend aus dem Sommer hat sich fortgesetzt. Die 3. Fußball-Bundesliga entwickelt sich immer mehr zu einer ablösefreien Spielklasse.

Drei Tage vor Rückrundenstart war der einzige Wintertransfer, bei dem eine bekannte Ablösesumme floss, der Wechsel von Arminia Bielefelds Diego Demme zum SC Paderborn, für 25000 Euro. Zudem zeigten sich die meisten Drittligisten relativ zufrieden mit ihren Kadern. So gab es nur noch 31 Zugänge seit dem Transferschluss im Sommer, sechs Vereine reagierten gar nicht mit Nachkäufen.

Kräftig nachgerüstet wurde - etwas überraschend - vor allem in Heidenheim. Immerhin spielte die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt eine gute Hinrunde. Die Aufstiegs-Ambitionen des Tabellen-Fünften dürften durch die Verpflichtungen nun aber deutlich unterstrichen sein. So kamen mit Michael Thurk und Patrick Mayer gleich zwei Stürmer vom Bundesligisten FC Augsburg. Thurk wurde dort aussortiert, Mayer konnte sich nach langwieriger Verletzung zunächst nicht durchsetzen, wurde nun ausgeliehen. Mayer, im Vorjahr Torschützenkönig der 3. Liga, wechselte erst vor der Saison von Heidenheim nach Augsburg. Daneben realisierte Heidenheim mit Marco Sailer vom SV Wehen Wiesbaden auch den einzigen Transfer innerhalb der Liga.

Von den abstiegsbedrohten Vereinen zeigte sich Rot-Weiß Oberhausen am stärksten gewillt, personell noch einmal aufzurüsten. Dabei suchte Neutrainer Mario Basler vor allem vereinslose, erfahrene Spieler. Mit Anel Dzaka (ehemals 1. FC Kaiserslautern) und Benjamin Weigelt (ehemals FSV Mainz 05) wurde er zweimal fündig.

Beim FC Carl Zeiss Jena wurde dagegen aussortiert. So mussten zwei Spieler gehen, die erst vor bzw. während der Saison zu den abstiegsbedrohten Thüringern gewechselt waren. Weder Alexander Maul (zuvor Jahn Regensburg) noch Björn Lindemann (zuvor VfL Osnabrück) konnten die Erwartungen erfüllen. Während sich Maul immerhin noch in der zweiten Mannschaft anbieten kann, ist Lindemann vorerst wieder vereinslos, wie zahlreiche weitere Drittliga-Abgänge auch.

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