Rostock (dpa) - Mit breiter Brust, einer Rekordkulisse und einem nachhaltigen Appell seines Managers Stefan Beinlich startet Hansa Rostock in der Rückrunde der 3. Fußball-Liga: «Wir müssen das «Wir-Gefühl» beibehalten. Jeder muss wissen: Es geht nur zusammen.»

«Das haben wir 18 Spiele lang bewiesen, und das wollen wir auch in den 20 ausstehenden so halten», sagte der 39 Jahre alte ehemalige Nationalspieler zwei Tage vor dem Ost-Duell gegen den Rot-Weiß Erfurt. Zum 30. Erfurter Gastspiel in Rostock werden mindestens 15 000 Zuschauer in der DKB-Arena erwartet, so viele wie noch nie in dieser Saison.

Bis auf die 1000 Erfurter Schlachtenbummler gehen alle Anhänger von einem Rostocker Sieg zum Jahresauftakt aus, dem spätestens in knapp vier Monaten der Aufstiegsjubel folgen soll. Das wäre auch ganz im Sinne von Trainer Peter Vollmann. Der 53 Jahre alte Fußball- Lehrer, der in dieser Woche ebenso wie Beinlich in Rostock verlängert hat, mahnt aber nach wie zur Bodenhaftung. «Wir haben uns mindestens 30 Punkte zum Ziel gesetzt, aber am Samstag geht es erst mal nur um drei. Und genau darauf werden wir uns konzentrieren», kündigte Vollmann an. Nach eben dieser Strategie war man in der Hinrunde verfahren und auf einen Aufstiegsplatz geklettert.

Hendrik Großöhmichen hatte das verletzungsbedingt erst von der Tribüne und dann bis auf drei Minuten in der Partie gegen Jahn Regensburg nur als Zaungast miterlebt. Jetzt aber steht der 1,92 Meter große Mittelfeldspieler vor seinem Debüt in der Startelf. Großöhmichen soll am Samstag (13.30 Uhr/NDR/MDR) in der Innenverteidigung den verletzten Martin Stoll ersetzen. «Das ist zwar nicht seine Spezialposition, aber ich habe volles Vertrauen zu ihm», sagte Vollmann.

Einzig offene Poition ist die des Torhüters. Die etatmäßige Nummer eins Jörg Hahnel hat sich nach seiner Bandscheiben-Operation zurückgemeldet. Vertreter Kevin Müller will die erarbeitete Position aber nicht abgeben. Wer im Tor steht, will Vollmann am Freitag bestimmen. «Die Fehlerquote, die ich machen kann, ist sehr gering. Ich habe die Sicherheit, dass wir zwei sehr gute Torhüter haben», sagte der Trainer. Er erwartet ein Duell «mit Haken und Ösen, in dem es richtig zur Sache geht».

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