Offenbach (dpa) - Gleich in seinem ersten Spiel als Nachfolger des gefeuerten Wolfgang Wolf will Thomas Gerstner mit den Offenbacher Kickers zurück in die Erfolgspur. «Das Ergebnis ist mir egal, Hauptsache wir gewinnen», sagte der 44-Jährige vor der Partie in der 3. Liga gegen Rot-Weiß Erfurt.

Gleich zweimal täglich bestellte Gerstner seit seinem Amtsantritt vor drei Tagen seine Fußball-Profis zum Training. Auch am Spieltag ist noch eine lockere Einheit geplant. «Die Jungs haben alle gut mitgezogen und Eindruck hinterlassen», sagte der frühere Bielefelder Coach. Die Besetzung der Startelf ist noch offen, einzig Torhüter Robert Wulnikowski hat seinen Platz sicher. «Alle haben etwas angeboten. Nun habe ich die Qual der Wahl. Es wird schon ein paar Härtefälle geben», erklärte er. Verzichten müssen die Kickers auf Elton da Costa (Innenbandriss) und Kai Hesse (Innenbanddehnung).

Die Erfurter, die das Hinspiel durch drei Tore des ehemaligen Offenbachers Nils Pfingsten-Reddig mit 3:1 gewannen, haben durch die seit zwölf Spielen anhaltende Schwächephase des OFC wieder Anschluss an den Relegationsplatz gefunden. Mit 42 Punkten belegt das Team von Trainer Stefan Emmerling den fünften Rang hinter dem SV Wehen Wiesbaden (43) und den Kickers (44).

«Wir haben gegen Erfurt etwas gut zu machen. Wir müssen eine andere Körpersprache zeigen als zuletzt und wieder eine Siegermentalität entwickeln», forderte Sportmanager Andreas Möller. Gerstner kennt den Gegner aus eigener Anschauung. «Sie haben eine sehr hohe Systemsicherheit, schalten schnell um bei Ballbesitz.»

Ein Startsieg unter Gerstner wäre die richtige Motivation für die folgende Englische Woche. Da geht es erst einmal zum Schlusslicht FC Bayern München II, ehe am 12. März die Reise vom weit enteilten Tabellenzweiten Hansa Rostock (57) ansteht.

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