Leipzig (dpa) - Dreikampf an der Spitze, Mehrkampf im «Keller»: Mit dem Wiederanpfiff am 22. Januar biegt die 3. Fußball-Liga allmählich auf die Zielgerade ein.

Um die beiden direkten Aufstiegsplätze und den Relegationsrang streitet sich in erster Linie das Führungstrio aus Eintracht Braunschweig, Hansa Rostock sowie Kickers Offenbach. Im «Keller» herrscht dagegen ein Mehrkampf. Zwischen Platz zehn und 20 beträgt der Abstand nur sechs Punkte. Wegen zahlreicher Spielausfälle ist das Tabellenbild allerdings verzerrt.

Den «Platz an der Sonne» besetzt Braunschweig. 13 Punkte beträgt der Vorsprung des Spitzenreiters auf den Vierten SV Wehen Wiesbaden, der auch noch hoch möchte. Braunschweig will gerne durchmarschieren. «Aber wenn es der dritte Platz werden sollte, würden wir uns der Aufgabe auch stellen», sagte der sportliche Leiter Marc Arnold der Nachrichtenagentur dpa.

Trainer Torsten Lieberknecht kann die Rückrunde in Bestbesetzung angreifen. Ähnlich ist die Personalsituation bei Offenbach. Das Team von Wolfgang Wolf hat das Trainingslager in der Türkei auch dazu genutzt, sein Lazarett zu lichten. Den Hessen glückte in Lara sogar ein 2:1 gegen den niederländischen Erstligisten De Graafschap.

Zuversicht in Rostock: Der Zweite verlängerte die Verträge mit Trainer Peter Vollmann sowie Manager Stefan Beinlich jeweils bis 2012. Sollte Hansa in die 2. Bundesliga zurückkehren, verlängert sich der Kontrakt von Vollmann bis 2013, von Beinlich sogar bis 2014. «Wir haben uns zum Ziel gesetzt, mehr als 30 Punkte zu holen. Wenn uns dies gelingen sollte, haben wir die Chance, auch am Ende der Saison ganz oben zu stehen», meinte Vollmann zur Rückrunde.

Als Enttäuschung der Hinrunde entpuppte sich der vor der Saison als Aufstiegsfavorit gehandelte SV Sandhausen. Nur 17 Punkte aus 19 Partien bedeuten nach Platz drei in der Vorsaison nun Rang 18. Torschützenkönig Regis Dorn glaubt dennoch an den Klassenerhalt. «Einfach wird es nicht, aber wir haben genügend Qualität, um den Klassenerhalt zu schaffen», meinte er.

Den Keller zieren die zweiten Mannschaften des FC Bayern und SV Werder Bremen. Abstellungen für die Profiteams und Verletzungssorgen verhinderten bessere Ergebnisse. Zumindest die Münchner justierten nach. Steffen Wohlfahrt (FC Ingolstadt) und Bastian Müller (SC Verl) sollen den Gau beim Tabellenvorletzten verhindern.

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