Der Absteiger startet wenige Tage nach seiner Rettung in die 3. Liga. Andere sind favorisiert.

Trainer Karsten Baumann glaubt, dass der MSV Duisburg gute Chancen hat, direkt wieder aufzusteigen.
Trainer Karsten Baumann glaubt, dass der MSV Duisburg gute Chancen hat, direkt wieder aufzusteigen.

Trainer Karsten Baumann glaubt, dass der MSV Duisburg gute Chancen hat, direkt wieder aufzusteigen.

dpa

Trainer Karsten Baumann glaubt, dass der MSV Duisburg gute Chancen hat, direkt wieder aufzusteigen.

Leipzig. Nein, angekommen ist der MSV Duisburg in der 3. Fußball-Liga noch nicht. Und eigentlich soll der unfreiwillige Ausflug nach unten nur ein Mini-Kapitel in der Vereinsgeschichte sein. Samstag startet die 3. Liga in die Saison.

Nach Lizenzverweigerung und Zwangsabstieg peilen die Zebras die schnelle Rückkehr ins deutsche Unterhaus an. Doch noch ist der MSV als Aufsteiger alles andere als gesetzt. Der Club befindet ich immer noch in der Orientierungsphase – und die Konkurrenz ist stark.

Wer hat am stärksten umgebaut?

Duisburg. Trainer Karsten Baumann wurde noch am Tag der vorläufigen Rettung als Drittligist als Nachfolger von Kosta Runjaic vorgestellt – und fand da nur eine Handvoll Spieler vor. In nicht mal zwei Wochen musste Baumann eine neue Mannschaft zusammenstellen. 20 Abwanderungen folgten zwölf Neuzugänge.

Auch bei den Absteigern SSV Jahn Regensburg und VfL Osnabrück sowie bei FC Hansa Rostock und dem Halleschen FC kam nahezu eine komplett neue Elf. Die Fluktuation ist in der 3. Liga ein jährliches Phänomen: Bislang gab es in diesem Sommer 425 Transfers – schon fast so viele wie im Vorjahr.

Wer steigt auf?

Der MSV ist der traditionsreichste Club der Liga. Doch das nützt angesichts schwieriger Kaderplanung und kurzer Vorbereitungszeit nichts. Erst am vergangenen Donnerstag hat der Verein seinen 18-köpfigen Kader bekanntgegeben. Dennoch: „Für uns ist der Weg in die 2. Liga nicht so weit wie für andere“, glaubt Baumann. Und der MSV genießt großen Rückhalt bei den Fans.

Hallescher FC — RB Leipzig
MSV Duisburg — 1. FC Heidenheim
Stuttgarter Kickers — Rot-Weiß Erfurt
Saarbrücken — SV Wehen Wiesbaden
Hansa Rostock — Holstein Kiel
SV Darmstadt 98 — SV Elversberg
Bor. Dortmund II — VfB Stuttgart II
Regensburg — SpVgg Unterhaching
Preußen Münster — Wacker Burghausen (alle Samstag, 14 Uhr)
Chemnitzer FC — VfL Osnabrück (So., 14 Uhr)

Experten haben im Kampf um den Aufstieg aber vor allem ein Team auf der Rechnung: RasenBallsport Leipzig. Im dritten Anlauf hat es der Club in die 3. Liga geschafft. So lange soll es mit dem nächsten Aufstieg nicht dauern. Noch größere Chancen haben aber laut einer Umfrage unter den 20 Drittliga-Trainern die vergangene Saison knapp gescheiterten Clubs des 1. FC Heidenheim und Preußen Münster. Beide Vereine arbeiten finanziell sehr solide und spielten im Vorjahr sehr lange um den Aufstieg mit.

Wer tut sich schwer?

Bei der SpVgg Unterhaching und Wacker Burghausen wird das oberste Ziel für die neue Saison wieder Klassenerhalt heißen.

Wie geht es der Liga finanziell?

Wie in den Jahren zuvor werden von den Clubs der fehlende Titelsponsor und zu geringe TV-Gelder moniert. Auch bei den Fernsehgeldern klafft eine Millionen-Lücke zur 2. Liga. Während alle Zweitligisten durch einen neuen Fernsehvertrag TV-Gelder zwischen 4,5 und neun Millionen Euro bekommen, müssen die Drittligisten mit 800 000 Euro auskommen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer