Die Fans des VfB Stuttgart sehnen den Aufstieg herbei. Foto: Silas Stein
Die Fans des VfB Stuttgart sehnen den Aufstieg herbei. Foto: Silas Stein

Die Fans des VfB Stuttgart sehnen den Aufstieg herbei. Foto: Silas Stein

dpa

Die Fans des VfB Stuttgart sehnen den Aufstieg herbei. Foto: Silas Stein

Stuttgart (dpa) - Das Unternehmen direkter Wiederaufstieg soll für den VfB Stuttgart und Hannover 96 am Sonntag endgültig Realität werden. Den beiden Erstliga-Absteigern reicht am letzten Spieltag jeweils ein Punkt, um den Betriebsunfall Abstieg wieder auszubügeln.

Auf Grund des jeweils deutlich besseren Torverhältnisses im Vergleich zum Tabellendritten Eintracht Braunschweig können sich Stuttgart gegen Würzburg und Hannover in Sandhausen sehr wahrscheinlich sogar knappe Niederlagen erlauben. In Braunschweig glaubt man eine Woche nach dem 0:6-Blackout in Bielefeld selbst nicht mehr an den direkten Aufstieg. Die Situation bei den drei Clubs im Überblick:

VFB STUTTGART: Es kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Damit der VfB sich den direkten Aufstieg noch verbaut, müsste es schon zu einer kleinen Fußball-Sensation kommen. Drei Punkte und zehn Tore trennen die Schwaben von den Braunschweigern auf dem Relegationsrang. Und am Sonntag treffen die Stuttgarter auf Würzburg, das 2017 noch kein Spiel gewonnen haben. Der Aufstieg allein reicht dem VfB aber nicht, er will auch Zweitliga-Meister werden. «Wir sind Sportler und wollen das Maximale erreichen», sagt Sportvorstand Jan Schindelmeiser. Die Partie ist seit Wochen ausverkauft. Als erster Zweitligist wird der VfB damit die Marke von 50 000 Zuschauern im Schnitt knacken.

HANNOVER 96: Das vergangene Wochenende war wie gemalt für die 96er. Der eigene Sieg gegen Stuttgart, die klare Niederlage des Erzrivalen Braunschweig - es herrscht schon seit einer Woche Aufstiegsstimmung in Hannover. Hinter den Kulissen wird bereits die große Sause auf dem Rathausbalkon am Montag geplant, doch die Verantwortlichen wollen davon noch nichts wissen. «Wir müssen noch einen Schritt gehen», sagt Coach André Breitenreiter, unter dem die Roten noch kein Spiel verloren haben. Zwar fehlen mit Martin Harnik, Salif Sané und Edgar Prib drei wichtige Spieler gesperrt, doch daran, dass sich Hannover noch abfangen lässt, glaubt niemand.

EINTRACHT BRAUNSCHWEIG: Der Schock nach dem unerklärlichen 0:6 in Bielefeld ist immer noch nicht ganz verdaut. Trainer Torsten Lieberknecht versuchte im Verlauf der Woche, seine Mannschaft wieder aufzubauen für die beiden Spiele in der Relegation. Denn dass Braunschweig das Wunder noch schafft und Hannover oder Stuttgart einholt, glauben sie bei der Eintracht selbst nicht mehr. «Wir haben noch drei Spiele, die gehen wir durchweg positiv an», sagte Sportdirektor Marc Arnold. Gegen den bereits als Absteiger feststehenden Karlsruher SC wollen sich die Niedersachsen Selbstvertrauen für die Duelle mit dem Drittletzten der Ersten Liga holen. Um mehr geht es wohl nicht mehr.

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