Braunschweigs Kapitän Dennis Kruppke (r) bleibt im Kopfballduell Sieger gegen Stephan Schröck. Foto: Daniel Karmann
Braunschweigs Kapitän Dennis Kruppke (r) bleibt im Kopfballduell Sieger gegen Stephan Schröck. Foto: Daniel Karmann

Braunschweigs Kapitän Dennis Kruppke (r) bleibt im Kopfballduell Sieger gegen Stephan Schröck. Foto: Daniel Karmann

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Braunschweigs Kapitän Dennis Kruppke (r) bleibt im Kopfballduell Sieger gegen Stephan Schröck. Foto: Daniel Karmann

Fürth (dpa) - Eintracht Braunschweig hat die Siegesserie von Greuther Fürth beendet. Die Niedersachsen stürzten die Franken mit einem 3:1 (1:0)-Auswärtssieg überraschend vom Zweitliga-Thron und machten Fortuna Düsseldorf zum neuen Spitzenreiter.

Dominick Kumbela (25. Spielminute), Dennis Kruppke (52.) und Damir Vrancic (85.) schossen am Montagabend zum Abschluss des 13. Spieltages im Fußball-Unterhaus den Sieg für den Aufsteiger heraus. Olivier Occean (83.) traf für Fürth. Die «Kleeblätter» mussten die Tabellenführung erstmals nach sieben Spieltagen wieder hergeben und fielen mit 29 Punkten hinter die Fortuna (31) und Eintracht Frankfurt (29) sogar auf Platz drei zurück.

Braunschweig erwies sich einmal mehr als Favoritenschreck - die Eintracht hatte in dieser Saison bereits den Tabellenvierten FC St. Pauli bezwungen. «Wir haben nicht ganz unverdient verloren und einfach zu viele Chancen vergeben. Es sollte heute einfach nicht sein», resümierte SpVgg-Manager Rachid Azzouzi. Trainer Mike Büskens war sichtlich angefressen: «Wir haben einen Gegner angetroffen, der unsere Fehler gnadenlos bestraft hat.» Das ungewöhnte Gefühl der Niederlage sei jetzt eine Gelegenheit, «sich neu zu sammeln».

Die «unaufsteigbaren» Fürther begannen zwar mit dem Rückenwind von drei Siegen am Stück engagiert und zielstrebig, spätestens nach dem 0:1-Rückstand war die Herrlichkeit im Spiel der Gastgeber aber vorbei. Dem zweikampfstarken Zweitliga-Neuling reichte eine gute Defensivleistung gepaart mit schnellen Kontern zum Sieg. «Ihre schnellen Vorstöße sind sehr gefährlich, das haben wir nun leidvoll erfahren müssen», meinte Azzouzi. Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht war voll des Lobes: «Meine Jungs haben heute alles aus sich herausgeholt. Wir waren äußerst effektiv.»

Nur zu Beginn konnte Büskens Team die gelbe Braunschweiger Abwehrmauer mehrmals überwinden. Allein in den ersten zehn Minuten vergaben die Franken vor rund 9000 Zuschauern in der Trolli Arena drei hochkarätige Möglichkeiten. Schon nach 180 Sekunden ließ das sonst so effektive Sturmduo um Olivier Occean und Christopher Nöthe eine Doppelchance liegen, kurz darauf scheiterte Rechtsaußen Sercan Sarerer nach einem feinen Kabinettstückchen im Strafraum knapp (7.).

Eintracht-Trainer Lieberknecht setzte seine Hoffnungen beim Spitzenteam hinten auf eine Betondefensive und vorne auf die flinken Braunschweiger Offensivkräfte. Besonders Mirko Boland (links) und der als hängende Spitze agierende Kapitän Kruppe setzten sich ein ums andere Mal gekonnt in Szene, vorne sorgte der bullige Kumbela für Gefahr im Fürther Strafraum. Ein Rezept mit Erfolg: Kruppke nutzte einen Stellungsfehler von Fürths Mergim Mavraj und rannte auf dem rechten Flügel davon - in der Mitte verwerte der Deutsch-Kongolese Kumbela die punktgenaue Hereingabe mühelos zum 0:1.

Nach dem Gegentreffer war die Ballsicherheit im Fürther Spiel dahin - Unsicherheit und Fehlpassquote stiegen eklatant. Auch die sonst so sichere Hintermannschaft um die hoch aufgeschossenen Innenverteidiger Mavraj und Thomas Kleine zeigte ungewohnte Schwächen. Eine Flanke von Braunschweigs Ken Reichel ließen beide kurz nach der Pause leichtfertig passieren - am kurzen Pfosten nickte der nur 1,79 Meter große Kruppke frei stehend ein.

Bis dato hatte Fürth in zwölf Saisonspielen insgesamt erst sieben Gegentreffer kassiert. In der Schlussphase versuchten die Gastgeber noch mal alles - mit mäßigem Erfolg. Zweimal vergab Occean (75./76.), kurz vor Schluss gelang ihm dann zumindest noch das 1:2. Doch quasi im Gegenzug traf Vrancic zum dritten Mal für die Eintracht.

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