München (dpa) - Kevin Volland hat den TSV 1860 München im Topspiel der 2. Fußball-Bundesliga gegen den FC St. Pauli vor einer drohenden Niederlage bewahrt. Der Stürmer erzielte in der 88. Spielminute den Ausgleich zum 1:1 (0:1).

Nach fünf Rückrundensiegen wurde damit die Aufholjagd der «Löwen» nur abgebremst. St. Pauli verpasste mit 47 Punkten die Rückkehr auf den dritten Tabellenplatz. Die Hamburger waren vor 31 600 Zuschauern durch einen Foulelfmeter von Florian Bruns in der 33. Minute in Führung gegangen. 1860 hat als Tabellensechster 42 Zähler, aber eine Partie weniger ausgetragen.

«Wir haben nicht bis zur letzten Sekunde Konsequenz bewiesen», ärgerte sich Paulis Trainer André Schubert, «es fällt mir schwer jetzt lustig durch die Gegend zu hüpfen. Wir haben es aber eigentlich richtig gut gemacht.» Aus Sicht von Münchens Sportchef Florian Hinterberger war es «ein gerechtes Unentschieden. Wir wollten heute eigentlich eine Stufe näher kommen. Aber wir haben dem unnötigen 0:1 lange nachlaufen müssen.»

Mit dem Selbstbewusstsein ihrer fünf Rückrundensiege hatten die Sechziger zunächst das Kommando auf dem Spielfeld übernommen. Für den ersten Knalleffekt sorgte Abwehrspieler Antonio Rukavina mit einem fulminanten Distanzschuss an den Pfosten (14.). Auch danach blieb 1860 das gefährlichere Team. Es fehlte aber vor dem Tor die letzte Zielstrebigkeit und Präzision.

Effektiver war St. Pauli: Nach einer ungeschickten Grätsche von Kai Bülow gegen Hamburgs Angreifer Petar Sliskovic verwandelte Bruns mit Glück den Foulelfmeter. 1860-Schlussmann Gabor Kiraly war noch mit der Hand am Ball.

Entschlossen kam 1860 aus der Pause. Aber es fehlte an zündenden Ideen und auch der notwendigen Konzentration im Abschluss wie bei einer Chance von Volland (55.). Zuvor hatte Max Kruse auf der Gegenseite Kiraly mit einem Distanzschuss geprüft (48.). St. Pauli ließ den Ball im Mittelfeld immer besser laufen. Die Bemühungen der Sechziger wurden kurz vor Schluss durch Vollands Linksschuss noch mit dem Ausgleich belohnt. Das Unentschieden sei eine «gefühlte Niederlage», sagte der Hamburger Torschütze Bruns, «als das Tor gefallen ist, brechen wir innerlich zusammen.»

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