Frankfurt/Main (dpa) - Zweitligist Energie Cottbus muss für die schweren Ausschreitungen seiner Fans beim Ost-Derby in Aue die höchste Strafe seiner Vereinsgeschichte in Kauf nehmen. Das DFB-Sportgericht verhängte eine Geldstrafe in Höhe von 22 500 Euro gegen die Lausitzer.

Der FC Energie hat die Sanktionen akzeptiert, das Urteil ist damit rechtskräftig. Für den Fall eines erneuten gravierenden Vorfalls drohte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) dem FC Energie zudem eine Platzsperre, einen Teilausschluss der Öffentlichkeit oder eine Spielansetzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit an.

In der 66. Minute der Partie zwischen dem FC Erzgebirge und den Lausitzern waren am 21. April im Cottbuser Zuschauerblock mehrere Knallkörper gezündet worden. Zudem flogen Leuchtkugeln auf die Aschenbahn und an den Spielfeldrand. Nach einer Stadiondurchsage waren weitere pyrotechnische Gegenstände abgebrannt worden.

Zumindest eine Leuchtkugel wurde dabei in Richtung eines Cottbuser Spielers geworfen, der vor dem Gäste-Block beruhigend auf die Zuschauer einwirken wollte. Als sich auch nach Rücksprache des Schiedsrichter-Teams mit beiden Spielführern die Situation nicht beruhigte, verließ das Schiedsrichter-Gespann den Platz. Erst nach einer Unterbrechung von neun Minuten wurde das Spiel fortgesetzt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer