Bielefelds Präsident Wolfgang Brinkmann wurde offenbar das Vertrauen entzogen.
Bielefelds Präsident Wolfgang Brinkmann wurde offenbar das Vertrauen entzogen.

Bielefelds Präsident Wolfgang Brinkmann wurde offenbar das Vertrauen entzogen.

dpa

Bielefelds Präsident Wolfgang Brinkmann wurde offenbar das Vertrauen entzogen.

Bielefeld (dpa) - Der Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld kommt nicht zur Ruhe. Zwei Tage vor dem Rückrundenstart mit dem Heimspiel gegen den FSV Frankfurt hat der Verwaltungsrat dem Präsidenten Wolfgang Brinkmann das Vertrauen entzogen.

Wie mehrere Bielefelder Zeitungen in ihren Online-Ausgaben berichteten, wurde dem 66-Jährigen damit de facto ein Rücktritt nahegelegt. Der Verwaltungsratsvorsitzende Alexander Geilhaupt wollte dies zunächst nicht kommentieren.

Rückendeckung erhält Brinkmann von seinen Vorstandskollegen. «Das Präsidium des DSC Arminia Bielefeld e.V. ist am Freitag kurzfristig zusammengetreten und hat sich Bezug nehmend auf die verschiedenen Stellungnahmen des Verwaltungsrates beraten. Alle Mitglieder des Präsidiums stellen sich uneingeschränkt hinter den Präsidenten Wolfgang Brinkmann. Unverständlich ist dem Präsidium insbesondere, dass ohne Angabe von sachlich bezogenen Gründen dem Präsidenten die Handlungsfähigkeit abgesprochen wird», hieß es in einer Mitteilung.

Der Club hatte den Vorgang bereits mit einer Erklärung des Aufsichtsratsvorsitzenden Dirk U. Hindrichs bestätigt. Er kritisierte die jüngsten Entwicklungen. «Die Schlussfolgerung des Verwaltungsrates in der Konsequenz, den Präsidenten infrage zu stellen, ist mindestens überzogen», sagte Hindrichs. Personelle Veränderungen in den Gremien sollten nach Abschluss der Saison diskutiert werden.

Hintergrund des Streits ist offenbar die vom Präsidium des Clubs verschobene Mitgliederversammlung, die am 13. Januar stattfinden sollte. Dabei sollte es um die geplante Ausgliederung der Schüco-Arena in eine externe Stadion-Gesellschaft gehen. Die Mitgliederversammlung soll nun nach der Saison stattfinden.

Brinkmann, Geschäftsführer der Bielefelder Stadtwerke, hatte das Präsidentenamt bei dem finanziell angeschlagenen Verein erst im Juni 2010 übernommen. Seinerzeit wurde er vom alten und dann Anfang September abberufenen Verwaltungsrat zum Präsidenten bestellt.

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