Die Spieler von Energie Cottbus beim Einzug ins «Alpenhotel ...fall in Love». Foto: Ottmar Winter
Die Spieler von Energie Cottbus beim Einzug ins «Alpenhotel ...fall in Love». Foto: Ottmar Winter

Die Spieler von Energie Cottbus beim Einzug ins «Alpenhotel ...fall in Love». Foto: Ottmar Winter

Boubacar Sanogo (l) und Charles Takyi in der Liebesherberge. Foto: Ottmar Winter

dpa, Bild 1 von 2

Die Spieler von Energie Cottbus beim Einzug ins «Alpenhotel ...fall in Love». Foto: Ottmar Winter

Seefeld (dpa) - Eigentlich sind die Vereinsfarben des Fußball-Zweitligisten FC Energie Cottbus rot und weiß. Doch von diesen Farben ist, außer dem roten Teppich im Eingangsbereich, im Cottbuser «Liebeshotel» während des Trainingslagers im österreichischen Seefeld wenig zu sehen.

Im Vorjahr an gleicher Stelle firmierte das Hotel noch unter dem Namen «Zum Lamm» - auch nicht unbedingt passend für Fußballprofis. Nach einem Eigentümerwechsel heißt das ganze jetzt «Alpenhotel ...fall in Love». Entsprechend beherrschen die Farben Pink und Rosa das Interieur.

Pinkfarbene Kissen oder Herzchen in den Gängen und auf den Zimmern, auch auf der Hotelfassade prangt ein pinkfarbenes großes Herz. Der Fahrstuhl? Natürlich in Rosa gehalten. Und aus Liebe zum Detail blieben auch die Kaminholzhalter nicht verschont - konsequent in Herzform. Selbst die Holzscheite sind rosa angemalt.

Ganz klar: Das Hotel will verliebte Pärchen in die Zimmer mit Namen wie «Kuschelnest», «Junior Suite Herzilein» oder «Doppelzimmer Black Temptation» (Schwarze Versuchung) locken - in letzterem schläft etwa Cottbus-Torjäger Boubacar Sanogo von der Elfenbeinküste.

Eine gestandene Fußballmannschaft - so etwas gehört definitiv nicht zum Stammpublikum. «Na ja», gibt Energie-Cheftrainer Rudi Bommer zu, «anfangs war das schon etwas gewöhnungsbedürftig. Doch wichtig für uns war, dass wir eine gute Betreuung für die Mannschaft haben, der Service stimmt und auch der Wellnessbereich ist ausgezeichnet.» Im Hotel-Angebot: Kuschelsauna.

Er selbst habe bereits vor Wochen vom Rosa-Trainingslager erfahren. «Mein Co-Trainer Uwe Speidel bekam von seiner Frau ein paar Fotos vom Hotel gemailt, auf denen eben die Farben Pink und Rosa im Vordergrund standen. Klar haben wir beide uns ein Lächeln nicht verkneifen können, aber wichtig sind eben die Bedingungen für die Spieler - und die sind bis hin zum Trainingsplatz ausgezeichnet.»

Mittelfeldspieler Stiven Rivic grinst nur: «Wir bleiben ja nicht ewig hier, sondern nur eine Woche. Das ist schon okay.» Ivica Banovic ist über das Hotel-Outfit amüsiert: «Das ist schon etwas ungewöhnlich. Meinen Geschmack treffen die Farben nicht.»

Im Ort Seefeld selbst ist der Besitzerwechsel des Energie-Teamhotels ebenfalls Gesprächsstoff. Manche sprechen vom «Barbie-Hotel», andere wollen wissen, dass die Junior-Chefin des Hotels zur Neueröffnung eine ganze LKW-Ladung Kondome geordert habe, die auf die Zimmer verteilt werden sollten. Die Aktion soll aber noch vor der Eröffnung vom Seniorchef zurückgepfiffen worden sein. Keine Legende ist, dass zur Eröffnung Ex-Porno-Star Dolly Buster anwesend war.

Auf die Frage, ob denn vielleicht künftig Pink und Rosa die neuen Vereinsfarben der Cottbuser werden könnten, tippt sich Energie-Vizepräsident Wolfgang Neubert als Antwort mit seinem Zeigefinger nur vielsagend an die Stirn.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer