Vítor Pereira soll 1860 München aus der Krise helfen. Foto: Hugo Delgado
Vítor Pereira soll 1860 München aus der Krise helfen. Foto: Hugo Delgado

Vítor Pereira soll 1860 München aus der Krise helfen. Foto: Hugo Delgado

dpa

Vítor Pereira soll 1860 München aus der Krise helfen. Foto: Hugo Delgado

München (dpa) - Der Nächste, bitte! Nach einer verkorksten Hinrunde hat Investor Hasan Ismaik den international erfahrenen Portugiesen Vítor Pereira als nächsten Trainer des TSV 1860 München auserkoren.

Der 48-Jährige soll die abstiegsbedrohten «Löwen» in der Winterpause fitmachen für den Neustart in der 2. Fußball-Bundesliga, der am 27. Januar mit dem Heimspiel gegen Greuther Fürth beginnt.

Die «Löwen» bestätigten die erwartete Verpflichtung von Pereira. Der Nachfolger des gefeuerten Kosta Runjaic werde seine Arbeit am 1. Januar antreten. Pereira erhält bei den «Löwen» einen Vertrag bis 30. Juni 2018. «Wir sind froh, dass wir mit der Unterstützung von unserem Hauptgesellschafter Hasan Ismaik einen absoluten Hochkaräter wie Vitor Pereira für uns gewinnen konnten», erklärte Präsident Peter Cassalette. Geschäftsführer Anthony Power sprach vom «absoluten Wunschtrainer» mit einem unglaublichen Willen: «Wir denken, dass er perfekt zu unserem Verein passt.»

Investor Ismaik hatte die Verpflichtung bereits zuvor bei einem Fanclub-Besuch publik gemacht, über den das Onlineportal «dieblaue24» berichtet hatte. «Wir werden diesmal einen erstklassigen Trainer haben», sagte Ismaik am Samstagabend in Pfaffenhofen.

Der Geldgeber kündigte nach dem 1:1 zum Hinrundenabschluss gegen den 1. FC Heidenheim zudem an, weitere Millionen ins Team zu investieren. «Wir werden auch die Mannschaft verändern und optimieren, um ein konkurrenzfähiges Team in die Rückrunde schicken zu können», schrieb der Jordanier in einem sozialen Netzwerk. Nach der Beurlaubung von Thomas Eichin wird auch noch ein neuer Sportchef gesucht. Mit 16 Punkten stehen die «Löwen» zwei Zähler vor dem Relegationsplatz 16.

Pereira wird am Montag (12.00 Uhr) in München vorgestellt. Er war zuletzt Trainer bei Fenerbahce Istanbul. Dort musste er nach der verpassten Champions-League-Qualifikation gehen. In seinem Heimatland führte er den FC Porto zu zwei Meistertiteln (2012, 2013). Mit Olympiakos Piräus wurde er 2015 griechischer Meister und Pokalsieger.

«Natürlich haben wir zu wenig Punkte geholt», sagte Abwehrspieler Jan Mauersberger nach dem verpassten Sieg im Heimspiel gegen Heidenheim: «Wir haben aber jetzt genügend Zeit, um uns mit dem neuen Trainer auf die Rückrunde vorzubereiten.»

Im vierten und letzten Spiel unter dem Interimsduo Daniel Bierofka/Denis Buschujew hatte es für die «Löwen» trotz Überlegenheit nur zu einem Treffer von Sascha Mölders gereicht. Kapitän Marc Schnatterer konnte für Heidenheim mit einem Foulelfmeter ausgleichen.

Der streitbare Investor Ismaik will bei 1860 weiter durchgreifen. «Ich werde die Minderleistung in allen Ebenen nicht mehr länger akzeptieren», kündigte der Jordanier an. Der Verein dürfe «nicht zu einer gut bezahlten Wohlfühloase verkommen». Er wolle ihn «leistungsorientiert» ausrichten, «um auch die Ziele zu erreichen».

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