Unions Torwart Jan Glinker (vorn) lässt den Kopf hängen, die Dresdner Spieler haben mal wieder Grund zum Jubeln.
Unions Torwart Jan Glinker (vorn) lässt den Kopf hängen, die Dresdner Spieler haben mal wieder Grund zum Jubeln.

Unions Torwart Jan Glinker (vorn) lässt den Kopf hängen, die Dresdner Spieler haben mal wieder Grund zum Jubeln.

Nach dem Kantersieg feierten die Dresdner Spieler mit den Dynamo-Fans.

Aachens Bas Sibum (r) säbelt Gegenspieler Daniel Adlung von Energie Cottbus die Beine weg.

Schiedsrichter Tobias Christ (r) zeigt Aachens Sergiu Radu die Gelb-Rote Karte.

Der Cottbuser Ivica Banovic (2.v.l.) jubelt nach seinem Treffer mit den Teamkollegen.

Ingolstadts Edson Buddle (r) erzielt den 1:1 Ausgleich gegen FSV Frankfurt.

Tobias Jänicke (r) von Hansa Rostock umspielt den Duisburger Markus Bollmann.

St. Paulis Spieler (M) durften jubeln, die Bochumer gingen leer aus.

Die Spieler von 1860 München jubeln über das 4:0 gegen Aue.

dpa, Bild 1 von 9

Unions Torwart Jan Glinker (vorn) lässt den Kopf hängen, die Dresdner Spieler haben mal wieder Grund zum Jubeln.

München (dpa) - Der «Kiezclub» an der Spitze, die «Löwen» auf dem Vormarsch: In der 2. Fußball-Bundesliga hat der TSV 1860 München durch ein 4:0 (2:0) gegen Erzgebirge Aue als neuer Zweiter bis auf einen Zähler zu Tabellenführer FC St. Pauli aufgeschlossen.

Der Bundesliga-Absteiger hatte durch ein 2:1 beim VfL Bochum den Platz an der Sonne erobert. Am 15. August können Absteiger Eintracht Frankfurt und Fortuna Düsseldorf aber die Spitze erklimmen. Die Münchner Torfabrik zog mit ihrem Erfolg an der SpVgg Greuther Fürth vorbei, die mit 1:0 beim SC Paderborn gewonnen hatte.

Kontakt an die Spitzengruppe hält Energie Cottbus dank eines 2:0 bei Schlusslicht Alemannia Aachen. Weiter oben mit dabei: Eintracht Braunschweig nach dem 3:1 beim Karlsruher SC. Mit-Aufsteiger Dynamo Dresden fertigte Union Berlin mit 4:0 ab. Auf den ersten Saisonsieg muss Pokal-Finalist MSV Duisburg nach einem 0:0 ebenso wie Gegner Hansa Rostock warten. Ein Dreier glückte auch dem FC Ingolstadt und dem FSV Frankfurt bisher nicht, am Sonntag gab es ein 1:1 (0:1).

Mit drei Punkten beschenkte 1860 München seinen Investor Hasan Ismaik zum Geburtstag. Eine Woche nach dem 5:0 in Cottbus brachte Daniel Halfar (10.) die «Löwen» früh auf Kurs und erhöhte mit einem feinen Lupfer auf 2:0 (45.). «Es gibt Tage, da funktioniert fast alles, da geht auch mal so ein Ball rein», sagte Halfar. Mit einem Schuss aus 17 Metern war Kapitän Benjamin Lauth (69.) vor 24 600 Zuschauern mit dem 3:0 zur Stelle, Manuel Schäffler (72.) sorgte für den Endstand. Der Erfolg und der Vormarsch auf einen Aufstiegsplatz geben «Rückenwind» und würden «weiter beflügeln», so Trainer Reiner Maurer.

Pokal-Finalist Duisburg kommt dagegen nicht in Fahrt. Zur Pause wurden die Darbietungen mit Pfiffen der Fans quittiert, nach der Pause zeigten beide Teams dann ein besseres 0:0. «Die Jungs sind nicht frei. Aber sie haben Qualität und ich habe volles Vertrauen», sagte Trainer Milan Sasic. Beiden Teams fehlte nach vorne die Durchschlagskraft, Daniel Brosinski (9.) hatte Pech bei einem MSV-Lattentreffer.

Richtig weiter half die Punkteteilung weder Frankfurt noch Ingolstadt. Lange hatte es nach einem FSV-Erfolg ausgesehen: Samil Cinaz stand in der 33. Minute goldrichtig, nachdem Sascha Kirschstein einen Kopfball von Babacar Gueye noch parieren konnte. Doch mit dem ersten Ballkontakt traf Joker Edson Buddle (75.) zum Ausgleich. «Insgesamt läuft es bei uns noch nicht so im Zusammenspiel», sagte Ingolstadts Coach Benno Möhlmann. «Die zweite Halbzeit hat die Mannschaft großartig gekämpft.»

Vier Spiele, zehn Punkte und die Spitze - St. Pauli hätte nach dem Abstieg kaum besser in die neue Saison starten können. Zum Matchwinner avancierte erneut Max Kruse. Nach seinen beiden Toren beim 3:1-Heimsieg gegen Aachen erzielte er auch in Bochum den entscheidenden Treffer. Die VfL-Führung durch Christoph Dabrowski (7. Minute) glich Fin Bartels (32.) aus - Kruse (84.) sorgte dann für den Siegjubel. «Wir dürfen nicht in Euphorie verfallen, sondern müssen konzentriert weiter arbeiten», warnte Kruse. So auch Trainer Andre Schubert: «Wir dürfen diesen Sieg jetzt nicht überhöhen. Noch gibt es nichts zu feiern.»

Nach dem dritten Sieg in Serie gab es auch bei Fürth trotz einer glanzlosen Vorstellung beim 1:0 in Paderborn zufriedene Gesichter. «Ich denke nicht, dass wir in diesem Jahr eine Mannschaft wie im letzten Jahr Hertha BSC erleben werden. Es ist noch enger», sagte Trainer Mike Büskens. Matchwinner war Christopher Nöthe, der (59. Minute) nach einer Ecke per Kopf zum Tor des Tages traf.

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