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«Löwen»-Stürmer Benjamin Lauth hofft auf weitere Tore. Foto: Andreas Gebert

«Löwen»-Stürmer Benjamin Lauth hofft auf weitere Tore. Foto: Andreas Gebert

dpa

«Löwen»-Stürmer Benjamin Lauth hofft auf weitere Tore. Foto: Andreas Gebert

München (dpa) - Nur zwei Punkte trennen die fünf besten Clubs in der 2. Fußball-Bundesliga - und von hinten schleicht sich auf leisen Sohlen der TSV 1860 München immer näher an die Spitze heran.

Nach fünf Siegen am Stück können die «Löwen» ihren Rückstand am Montagabend im Topspiel des 24. Spieltages daheim gegen den drittplatzierten FC St. Pauli noch weiter verkleinern. Entsprechend gelöst ist die Stimmung beim Tabellensechsten. Vom Optimismus hat sich sogar Investor Hasan Ismaik beeindrucken lassen. «Mein Bauchgefühl sagt mir, dass die 'Löwen' den Aufstieg schaffen», tönte der Jordanier in der Münchner «tz». Seine Profis nehmen schon die Konkurrenz verstärkt ins Visier: «Eigentlich sollten wir nur auf unsere Ergebnisse achten», meinte Daniel Bierofka, und bekannte dann doch: «Man schaut schon mal, wie die anderen so spielen.»

Sechs Zähler rangieren die Münchner hinter Tabellenführer Greuther Fürth, haben aber noch ein Nachholspiel in der Hinterhand: Durch einen Dreier beim Abstiegskandidaten Erzgebirge Aue am 14. März können sich die aufstiegswilligen «Löwen» ganz oben festbeißen. Zunächst steht die Aufgabe gegen den Lieblingsgegner vom Hamburger Kiez auf dem Programm: In neun Pflichtspielen vor eigenem Publikum gegen St. Pauli gewann der TSV 1860 bis dato immer - neunmal.

Nicht nur die eigene Stärke lässt die Sechziger auf die ersehnte Bundesliga-Rückkehr hoffen. Auch die schwächelnde Konkurrenz macht Zuversicht: Langzeit-Tabellenführer Fortuna Düsseldorf ist seit sechs Spielen ohne Sieg und will seine schwarze Serie am Samstag in Karlsruhe beenden, Top-Aufstiegsfavorit Eintracht Frankfurt spielt seit Wochen wechselhaft und kam jüngst in Paderborn unter die Räder.

«Nach der Winterpause haben da oben alle Punkte abgegeben. Außer 1860 München hat kein Team Konstanz gezeigt», beklagte Trainer Armin Veh im «Kicker» vor dem Duell seiner Eintracht mit Energie Cottbus am Sonntag. Das 2:4 vor Wochenfrist beim Vierten aus Ostwestfalen verärgerte ihn mächtig. Nun pocht Veh auf eine klare Leitungssteigerung, meinte aber einschränkend: «Ich werde jetzt nicht alles durcheinanderschmeißen. Aktionismus bringt überhaupt nichts.»

Erstmals seit dem 12. Spieltag steht Greuther Fürth auf Rang eins, der MSV Duisburg soll für die Franken am Freitag auswärts nicht zum Stolperstein werden. «Wir haben eine Mannschaft, die bereit ist, für das Ziel alles zu geben», versprach Fürths Linksaußen Stephan Schröck. Bei einem Ausrutscher könnte die Spielvereinigung am Wochenende gleich von fünf Teams an der Spitze abgelöst werden - darunter auch die starken Paderborner, die am Samstag auf Aachen treffen.

Am Tabellenende steht vor allem das Schlusslicht Hansa Rostock unter Zugzwang. Drei Zähler schon beträgt der Rückstand auf Platz 17, jetzt muss am Sonntag in Braunschweig eine Überraschung her. «Die Truppe trainiert hervorragend, geht mit Leidenschaft und Herzblut zur Sache», schilderte Trainer Wolfgang Wolf - und packte seine Resthoffnungen in den Satz: «Es sind noch elf Spieltage.»

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