Helge Leonhardt
Helge Leonhardt ist neuer Präsident vom FC Erzgebirge Aue. Foto (2008): Thomas Eisenhuth Foto: Thomas Eisenhuth

Helge Leonhardt ist neuer Präsident vom FC Erzgebirge Aue. Foto (2008): Thomas Eisenhuth Foto: Thomas Eisenhuth

dpa

Helge Leonhardt ist neuer Präsident vom FC Erzgebirge Aue. Foto (2008): Thomas Eisenhuth Foto: Thomas Eisenhuth

Aue (dpa) - Helge Leonhardt ist neuer Präsident des Fußball-Zweitligisten FC Erzgebirge Aue. Der 55-jährige Ehrenrat wurde vom Aufsichtsrat in den Vorstand berufen und zum Präsidenten ernannt.

Leonhardt tritt damit die Nachfolge von Lothar Lässig an, der überraschend zurückgetreten war. Vizepräsident wird Lothar Schmiedel, der ebenfalls vom Ehrenrat in den Vorstand kooptiert wurde.

«Wir haben die Lücken geschlossen, die entstanden sind. Unser Augenmerk gilt der sportlichen Seite. Wir müssen versuchen, so schnell wie möglich einen guten Trainer für den Verein zu finden», sagte Aufsichtsratschef Frank Vogel am späten Mittwochabend.

Damit ist der Verein wieder handlungsfähig, nachdem er zuvor führungslos gewesen war. Denn nach der Beurlaubung von Trainer Falko Götz am Vortag war zunächst Sportvorstand und Vizepräsident Jens Stopp zurückgetreten. Nur 24 Stunden später folgte Lässig. Somit war der Verein mit nur noch zwei übrig gebliebenen Vorstandsmitgliedern zwischenzeitlich handlungsunfähig.

Leonhardt hat seit Jahren den Verein in verschiedenen Gremien vertreten. Bekannter ist jedoch sein Zwillingsbruder Uwe Leonhardt, der von 1992 bis 2009 Präsident des Vereins war und die Grundlage für die erfolgreichen Zeiten mit dem Zweitliga-Aufstieg 2003 legte.

Bereits auf der Pressekonferenz zur Götz-Beurlaubung wurde der tiefe Graben zwischen Vorstand und Aufsichtsrat deutlich. Wegen berufsbedingter Abwesenheit von Lässig hatte Aufsichtsratschef Vogel nach der 0:3-Heimniederlage gegen Fortuna Düsseldorf am Samstag öffentlich die Trainerdiskussion losgetreten. Sowohl Stopp als auch Lässig fühlten sich damit übergangen und zogen am Ende die Konsequenzen.

So bedrohlich wie momentan war die Lage im Erzgebirge noch nie. Bisher hatten immer das einheitliche Handeln sowie die Fähigkeit, mit wenig Mitteln sportlich das Optimale herauszuholen, den Verein ausgezeichnet. Auch Lässig hatte am Dienstag noch einmal betont, dass es der Schulterschluss aller Gremien war, der den Club bisher stark und Nachteile gegenüber finanzkräftigeren Konkurrenten wett gemacht hat. Aue ist nach vier Niederlagen in vier Spielen Tabellenletzter.

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