Ärger
Enis Alushi muss beim 1. FC Nürnberg zum Rapport. Foto: Daniel Karmann

Enis Alushi muss beim 1. FC Nürnberg zum Rapport. Foto: Daniel Karmann

dpa

Enis Alushi muss beim 1. FC Nürnberg zum Rapport. Foto: Daniel Karmann

Nürnberg (dpa) - Enis Alushi von Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg hat sich durch seinen Länderspiel-Auftritt mit der Auswahl des Kosovos Ärger beim Verein eingehandelt.

«Er braucht uns nichts mehr erklären. Er kannte unsere Haltung und ist trotzdem abgereist. Bei allem Verständnis für den Nationalstolz, jetzt muss er auch mit den möglichen Konsequenzen leben», sagte Sportvorstand Andreas Bornemann in der «Bild». «Wir werden uns mit ihm und seinem Berater zusammensetzen und die weitere Zusammenarbeit besprechen».

Vor dem Einsatz über 90 Minuten beim 0:2 gegen die Türkei hatten Trainer Alois Schwartz und Bornemann dem lange verletzten Profi davon abgeraten, in die Türkei zu fliegen. «Es gab von unserer Seite eine deutliche Empfehlung an ihn, die Reise nicht anzutreten. Auch der medizinische Rat war eindeutig», sagte Bornemann. Mitte September hatte sich der Mittelfeldakteur einen Innenbandanriss im Knie zugezogen und war gerade erst wieder in das Training zurückgekehrt. «Wir können und werden hier niemanden festbinden, geschweige denn etwas verbieten. Schließlich war der Spieler ja auch nicht mehr krankgeschrieben», sagte Bornemann.

Schwartz meldete «Redebedarf» mit dem Profi an. «Er hatte noch kein Spiel mit der Mannschaft gemacht und war noch nicht richtig in den Trainingsbetrieb integriert», sagte er den «Nürnberger Nachrichten». «Er hat sich trotzdem entschieden, zu gehen.»

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