Sami Khedira
Sami Khedira (r): «Stuttgart ist mein Herzensclub.» Foto: Leonel De Castro

Sami Khedira (r): «Stuttgart ist mein Herzensclub.» Foto: Leonel De Castro

dpa

Sami Khedira (r): «Stuttgart ist mein Herzensclub.» Foto: Leonel De Castro

Rom (dpa) - Weltmeister Sami Khedira plant nach seiner aktiven Zeit eine Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. «Stuttgart ist mein Herzensclub», sagte der 29-Jährige in einem Interview der italienischen Zeitung «La Repubblica».

«In Zukunft werde ich zurückkehren, um ihnen zu helfen, vielleicht in einer anderen Rolle», sagte Khedira weiter. Davor habe er aber andere Pläne. «Erst spiele ich noch ein paar Jahre, und dann nehme ich eine Pause, um durch die Welt zu reisen.» Khedira steht beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin noch bis 2019 unter Vertrag. Mit der Mannschaft ist der einstige Profi des VfB Stuttgart und von Real Madrid wieder auf Titelkurs.

Unter anderem interessiere ihn Amerika, «aber nicht jetzt». «Ich fühle mich körperlich und mental gut», so Khedira. «Ich will die Champions League gewinnen, ich will den Weltmeistertitel mit Deutschland verteidigen, und all das wäre nicht möglich, wenn ich in die USA oder nach China gehe. Ich verdiene hier auch gut.»

Vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am Dienstag gegen den FC Porto sieht er Juve auf dem Weg nach oben. «Um die Champions League zu gewinnen, braucht man Stabilität, aber auch Form und Glück. (...) Die Qualität ist da, genauso wie der Mannschaftsgeist: Auch wer nicht spielt, ist präsent, aktiv, glücklich.» Das Hinspiel in Porto hatten die Turiner mit 2:0 gewonnen.

In seiner Zeit bei Real Madrid und nun in Italien habe er ein wenig Lockerheit gelernt. «Mein (tunesischer) Vater hat mir ein arabisches Temperament mitgegeben, das ich mit deutschen Tugenden vermischt habe: Ich denke, korrekt, zuvorkommend, respektvoll und ein harter Arbeiter zu sein.» Es sei ein Klischee, dass man in Italien nur Kaffee trinke und nicht hart arbeite. Ein bisschen Dolce Vita könne allerdings auch nicht schaden. «In Spanien und Italien habe ich gelernt, dass es der Professionalität keinen Abbruch tut, wenn man ein Glas Wein auf einer Terrasse trinkt. Im Gegenteil.»

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