Wie Stefan Effenberg die Geschehnisse im Paderborner Trainingslager darstellt

SC Paderborn - Training
Trainer Stefan Effenberg vom SC Paderborn

Trainer Stefan Effenberg vom SC Paderborn

Friso Gentsch

Trainer Stefan Effenberg vom SC Paderborn

Paderborn. Nun meldete sich am Tag nach dem eigentlich erwarteten, aber dann doch nicht stattgefundenen großen Reinemachen beim Fußball-Zweitligisten SC Paderborn mit der sofortigen Trennung von Stürmer Nick Proschwitz auch Trainer Stefan Effenberg zu Wort.

Nicht persönlich, weil der Paderborner Cheftrainer ungern bis gar nicht mit Medienvertretern spricht. Er erklärte sich in Form einer Presseinformation, die somit der Feder von Pressesprecher Matthias Hack entsprungen sein wird. Darin heißt es, dass die „Ereignisse der vergangenen Tage zu heftigen und teilweise überzogenen Schlagzeilen“ geführt hätten. Verantwortlich dafür seien einzelne Spieler, „die den Ruf unserer Mannschaft mit vielen einwandfreien Charakteren“ beschädigt hätten.

Weiter werden in der Erklärung noch einmal die Geschehnisse des ausgeuferten Mannschaftsabends (Mittwoch) und der Eklat um den Spieler Proschwitz (Samstag) in der exakt gleichen Weise dargestellt, wie es schon am Montag Präsident Wilfried Finke bei der extra anberaumten Pressekonferenz erklärt hatte. Effenberg lässt weiter mitteilen, dass er die Freizeitangebote zuvor als angemessen angesehen habe.

„Aus heutiger Sicht waren diese Maßnahmen wohl ein Fehler, da mein Vertrauen von einigen wenigen Spielern nicht zurückgegeben worden ist.“ Weiter nimmt er sich als Cheftrainer bei der Aufsichtspflicht in die Verantwortung, „wobei zwischen der Aufstellung von Regeln und der Missachtung der Vorgaben durch einzelne unterschieden werden sollte.“

Die Aufgabe, den SCP aus der schwierigen, sportlichen Situation herauszuholen, betrachtet Effenberg „als große Herausforderung“, bei der er genau wisse, „was ich brauche, um diese Prüfung zu bestehen.“ Effenbergs Ausführungen enden mit einer Erinnerung an das Vereinsmotto: „Helden geben nie auf!“

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