Ausgleich
Ingolstadts Torwart Kirschstein (l) wird von Duisburgs Sahan vor dem 1:1 ausgespielt.

Ingolstadts Torwart Kirschstein (l) wird von Duisburgs Sahan vor dem 1:1 ausgespielt.

Osnabrücks Torwart Berbig (r) beschwert sich bei Schiedsrichter Kinhöfer (l) über Rot für Siegert.

Osnabrücks Benjamin Siegert (l) wird für sein Foul an Kevin Volland vom Platz gestellt.

Paderborns Torwart Daniel Masuch (r) hält den Strafstoß von Michael Thurk (l).

Fürths Torschütze Felix Klaus (l) jubelt mit Nicolai Müller.

Der Frankfurter Sascha Mölders jubelt über seinen Treffer zum 3:0.

Herthas Ramos (l) sptizelt den Ball über Torhüter Michael Melka zum 4:2 ins Düsseldorfer Tor.

Am Ende darf Hertha mit Ronny über den Sieg jubeln.

Bochums Mimoun Azaouagh (l) stellt Aues Adli Lachheb vor Probleme.

Chong Tese bringt Bochum kurz vor Schluss in Führung.

dpa, Bild 1 von 10

Ingolstadts Torwart Kirschstein (l) wird von Duisburgs Sahan vor dem 1:1 ausgespielt.

München (dpa) - Das Gerangel um die Aufstiegsränge wird immer heftiger - und Hertha BSC ist wieder ganz vorne dabei. Mit dem 4:2-Zittersieg gegen Fortuna Düsseldorf übernahmen die Berliner erstmals seit dem 12. Spieltag wieder die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga.

«Wir haben eine Vielzahl hochkarätiger Chancen nicht genutzt, deshalb mussten wir bis zum Schluss zittern», stellte Hertha-Trainer Markus Babbel nach dem schwer erkämpften Erfolg erleichtert fest. Im Kampf um die begehrten Spitzenplätze ist der Top-Favorit aus Berlin nicht allein: Mindestens sieben weitere Mannschaften können sich noch Hoffnungen auf den Aufstieg in die Bundesliga machen.

Der VfL Bochum hat seine Siegesserie fortgesetzt. Der Erstliga-Absteiger gewann zum Abschluss des 19. Spieltages mit 2:0 (0:0) gegen Erzgebirge Aue. Die eingewechselten Chong Tese (88.) und Giovanni Federico (90.) machten mit einem Doppelschlag in der Schlussphase den sechsten Erfolg der Bochumer hintereinander perfekt. Der VfL kletterte in der Tabelle auf den sechsten Platz, Aue musste hingegen einen Rückschlag im Kampf um den Aufstieg hinnehmen.

Neben Hertha, Bochum und Energie Cottbus (2:1 gegen Bielefeld) waren der FSV Frankfurt und die SpVgg Greuther Fürth die Gewinner des Spieltags. Der FSV fertigte Rot-Weiß Oberhausen nach einem Dreierpack von Sascha Mölders und einem weiteren Treffer von Mario Fillinger mit 4:0 ab und kamen bis auf zwei Punkte an Platz drei heran. Dem Tabellenvierten Fürth reichte das erste Profitor des erst 18-jährigen Felix Klaus (76. Minute) zum 1:0 gegen Union Berlin. Wertvolle Punkte im Aufstiegsrennen büßten der FC Augsburg (1:1 in Paderborn) und der MSV Duisburg (1:1 in Ingolstadt) ein.

Hertha musste Schwerstarbeit verrichten, um den gleichwertigen Gegner aus Düsseldorf in einer leidenschaftlich umkämpften Partie zu bezwingen. Adrian Ramos als Doppeltorschütze, Pierre-Michael Lasogga und Nikita Rutavytsya machten Berlins glücklichen Erfolg perfekt. Für die zuvor in fünf Partien ungeschlagenen Düsseldorfer war Kapitän Andreas Lambertz (21./68.) zwei Mal erfolgreich. «Es war ein Arbeitssieg, aber wir haben wieder gezeigt, dass wir zuhause ein Macht sind», sagte Berlins Torschütze Lasogga.

Cottbus kratzt nach dem 2:1 und gleich drei Elfmetern gegen Bielefeld wieder an den Aufstiegsrängen, doch Trainer Claus-Dieter Wollitz will davon nichts wissen. «Wir wollen Platz drei - das haben die Spieler gesagt. Wenn sie den erreichen wollen, müssen sie anders spielen», kritisierte er und forderte sein Team auf, den offensichtlich lähmenden Aufstiegsdruck abzulegen: « Wir stecken in einer Entwicklung und sollten uns davon frei machen, ganz oben anzugreifen».

Im Tabellenkeller gehen bei Bielefeld langsam die Lichter aus, doch Trainer Ewald Lienen hat die Hoffnung auf den Klassenverbleib noch nicht aufgegeben: «Wir treten vielleicht in der Tabelle auf der Stelle, aber kämpferisch und spielerisch entwickeln wir uns stetig». Beim Tabellenvorletzten FC Ingolstadt macht sich Torwart Sascha Kirschstein damit Mut, dass «die entscheidenden Spiele erst kommen».

Nichts Gutes schwant dagegen Uwe Rapolder beim auswärts noch sieglosen Karlsruher SC: «Der eine oder andere steht mit weißen Schuhen auf dem Platz. Da fehlen nur noch die weißen Handschuhe», schimpfte der KSC-Coach nach dem 2:4 in Aachen: «So geht's in die 3. Liga, aber das wollen wir nicht».

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