Bundesliga: Das 2:1 beim FC Schalke 04 wahrt die Stuttgarter Chancen auf den Meistertitel. Marica erzielt den entscheidenden Treffer.

Gelsenkirchen. Die Hintertür zum Gewinn der deutschen Meisterschaft bleibt für den VfB Stuttgart weiter geöffnet. Die Mannschaft von Trainer Markus Babbel hat sich nach dem 2:1 beim FC Schalke die Hoffnungen erhalten, so wie im Jahr 2007 vielleicht erneut den Titel in letzter Sekunde ins Schwabenland zu holen. Die Stuttgarter belegen zwei Spieltage vor Schluss Tabellenplatz vier mit nur zwei Punkten Rückstand auf Tabellenführer VfL Wolfsburg.

Es war letztlich keine souveräne Leistung, die der VfB geboten hatte. Aber letztlich haben sich die Stuttgarter mit Hilfe ihrer individuelle Stärken durchgesetzt. Und das, obwohl sie den kurzfristigen Ausfall ihres Torjägers Mario Gomez (Adduktoren) verschmerzen mussten.

Der VfB ging mit einem Sonntagsschuss von Cacau von der Strafraumgrenze in Führung (15.), doch richtig überzeugend wirkte die Darbietung der Gäste von der ersten Minute an nicht. Die Nervosität darüber, die gute Ausgangsposition vielleicht verspielen zu können, hatte offenbar größere Auswirkungen auf die Spieler als die sechs Siege und das Remis zuvor in Folge.

Schalke bemühte sich, war im Abschluss aber zu nervös

Gerade im Angriff fehlte ihnen in vielen Szenen die Durchsetzungskraft des fehlenden Nationalspielers. Die Schalker hatten es trotz einiger leichter Fehler im Aufbauspiel nicht besonders schwer, sich in beiden Halbzeiten einige Möglichkeiten gegen die defensiv ausgerichteten Gäste zu erspielen.

Levan Kobiashvili, Jefferson Farfan und Heiko Westermann scheiterten in der ersten Halbzeit zwar zunächst mit ihren Versuchen, doch Ivan Rakitic sorgte mit einem ebenfalls bemerkenswerten Freistoß aus 18 Metern Entfernung für den Ausgleich (39.).

Den Schalkern war anzumerken, dass sie sich trotz ihres ziellosen Treibens im Bundesliga-Mittelfeld nicht nachsagen lassen wollten, dass sie es den Stuttgartern besonders leicht gemacht hätten. Dennoch bleibt unter dem Strich die dritte Niederlage nacheinander.

Schalke erspielte sich Torchancen, aber vor allem Kevin Kuranyi versagten bei seinen Möglichkeiten die Nerven. Der VfB setzte sein kurioses Spiel, das im Laufe der Partie immer mehr zur Abwehrschlacht wurde, fort. Allerdings hatten die Schwaben, wie schon in Hälfte eins, erneut einen Geistesblitz. Thomas Hitzlspergers Schuss aus der Distanz kann Manuel Neuer im Schalker Tor nur unkontrolliert abwehren, den Nachschuss verwandelte Marica (57.) problemlos zum viel umjubelten Sieg des VfB.

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