Wechselt der Nationalspieler sofort zum HSV? Oder doch nach Köln im Sommer?

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Um keinen Spieler gibt es derzeit mehr Spekulationen: Lukas Podolski (vorne) ist sehr begehrt.

Um keinen Spieler gibt es derzeit mehr Spekulationen: Lukas Podolski (vorne) ist sehr begehrt.

dpa

Um keinen Spieler gibt es derzeit mehr Spekulationen: Lukas Podolski (vorne) ist sehr begehrt.

Düsseldorf. Selten hat es um einen Spieler derart viele Spekulationen gegeben, wie im Fall des wechselwilligen Bayern-Spielers Lukas Podolski. Was ist dabei bloßer Poker, was durchaus ernstzunehmen? Die Optionen im Wechselpoker:

 

Ein Wechsel zum HSV noch in diesem Winter: Seit sich Bayern-Manager Uli Hoeneß und sein HSV-Kollege Dietmar Beiersdorfer am Wochenende in Dubai getroffen haben, wird über ein Tauschgeschäft mit Ivica Olic und Podolski bis zum 31. Januar munter spekuliert. Vorteile hätte der Transfer für beide Seiten: Bayern wäre einen unzufriedenen Spieler schnell los und könnte Olic, der im Sommer ohnehin kommt, schon frühzeitiger in den Kader einbinden.

Geht man davon aus, dass Podolski - wie Hoeneß verkündet hat - zehn Millionen Euro kostet, könnte der HSV den am Saisonende ablösefreien Olic jetzt mit rund drei Millionen Euro verrechnen. Heißt: Der HSV bekäme einen jungen Stammspieler der Nationalelf für rund sieben Millionen Euro.

Beiersdorfer dementierte gestern allerdings, dass es in dem Gespräch überhaupt um Podolski gegangen sei. Komplett ausschließen wollte er einen Transfer aber nicht. Bayerns Kapitän Mark van Bommel hat Hamburgs Trainer Martin Jol Podolski empfohlen. Jol selbst würde nur zu gerne zugreifen.

Ein Wechsel ins Ausland in diesem Sommer: "Ich kann mir vorstellen, für die Roma zu spielen." Das hat Podolski selbst zum Angebot des italienischen Spitzenklubs AS Rom vor wenigen Tagen gesagt. Realistisch ist ein Wechsel ins Ausland aber nicht: Podolski selbst betont stets seine Heimatverbundenheit, fühlt sich schon in München fernab der Heimat nicht wohl.

Stattdessen könnte die Sympathiebekundung für Rom zweierlei bedeuten: Podolski will erstens auf einfache Weise das ihm allmählich anhaftende Weichei-Image loswerden und zweitens den Druck auf seinen Wunschverein 1. FC Köln erhöhen, der sich noch ziert, über die bislang angeblich angebotenen 7,5 Millionen Euro für Podolski hinaus zu gehen.

Ein Wechsel zu einem anderen Bundesligisten als Köln im Sommer: Zumindest öffentlich halten sich auffällig viele in Frage kommenden Bundesligisten im Wechselpoker um Podolski zurück.

Aus Bremen, Schalke, Dortmund Stuttgart oder Berlin ist nichts zu vernehmen. Möglich, dass diese Vereine die zweistellige Millionen-Ablösesumme abschreckt. Möglich aber auch, dass sie um des Stürmers Liebe für seine Heimat Köln nur zu genau wissen und einen Transfer deshalb als Risikogeschäft ablehnen.

Ein Wechsel zum 1. FC Köln im Sommer: Podolskis Wunsch, zum 1. FC Köln zurückzukehren, ist bekannt. Doch wie weit geht diese Liebe wirklich? Immerhin wird der Nationalspieler von vielen Seiten dazu angehalten, zu einem international ambitionierten Spitzenklub zu wechseln.

Das ist der 1. FC Köln nicht. Drei Szenarien sind möglich: Podolski ist sich mit dem 1.FC Köln einig geworden, im Sommer kommen zu wollen. Berücksichtigt man, dass ohne die Einigung des Spielers im modernen Fußball ohnehin nichts geht, würde sich die Ruhe erklären, mit der die Kölner Verantwortlichen ihr 7,5 Millionen Euro-Angebot aufrecht erhalten.

Sie müssten keinen Konkurrenten fürchten. Das andere Szenario: Der 1. FC Köln ist nicht wirklich an einer Rückkehr des Nationalstürmers interessiert, weil der 23-Jährige die unglaubliche Erwartungshaltung nie erfüllen könnte und der Klub mit einem derart teuren Spieler seine gerade gesundete Struktur zerstören würde.

Dritte Möglichkeit: Dem FC fehlt ausreichend Geld, Podolski zurückzuholen. Das allerdings glaubt niemand.

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