So etwas lässt sich nicht verhindern.

Dortmund. Nach dem tödlichen Unfall eines 21-jährigen Borussia-Fans vor dem DFB-Pokalspiel am Mittwochabend im Dortmunder Stadion hat die Staatsanwaltschaft gestern die Ermittlungen eingestellt. Nach Polizeiangaben handelte es sich bei dem Sturz von der Südtribüne eindeutig um einen Unfall, Fremdverschulden wird ausgeschlossen. Zum Unfallzeitpunkt sei der Dortmund-Fan stark alkoholisiert gewesen.

"Die gesamte BVB-Familie betrauert den Tod des langjährigen Fans und fühlt mit der Familie und den Freunden des Toten", hieß es gestern in einer Pressemitteilung von Borussia Dortmund. An der Unfallstelle legten BVB-Fans einen Wimpel nieder und stellten Kerzen auf.

In einigen Stadien gibt es am Eingang Alkoholtests

Doch ist es überhaupt möglich, solche Unfälle zu verhindern? "Nein", sind sich Markus Aretz, Pressesprecher von Borussia Mönchengladbach und Rainer Schüler, Pressesprecher der Düsseldorfer Arena, einig. "Auch wir haben Brüstungen - und da kommt man immer rüber, wenn man wirklich will", sagt Schüler. So wie der junge Mann aus Olfen im Münsterland, der beim Versuch, eine Brüstung oberhalb eines Tribünenaufgangs zu überklettern, etwa sieben Meter tief gestürzt war.

"Wir werden bis zum nächsten Heimspiel die bauliche und organisatorische Situation im eigenen Stadion überprüfen", sagt Schalke04-Vorstandsmitglieds Peter Peters. "Wir gehen aber davon aus, dass die Arena alle notwendigen Erfordernisse erfüllt." Auch Aretz spricht von hohen Sicherheitsstandards im Borussia-Park. "Außerdem gibt es am Eingang stichprobenartig Alkoholtests." Auch in Düsseldorf und Gelsenkirchen wird angetrunkenen Zuschauern der Eintritt verweigert.

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