Trainer Felix Magath mit erstem Einsatz „sehr zufrieden“.

Fast schon heimisch im Ruhrpott: Spaniens Superstar Raul, der von Real Madrid nach Schalke wechselte.
Fast schon heimisch im Ruhrpott: Spaniens Superstar Raul, der von Real Madrid nach Schalke wechselte.

Fast schon heimisch im Ruhrpott: Spaniens Superstar Raul, der von Real Madrid nach Schalke wechselte.

Reuters

Fast schon heimisch im Ruhrpott: Spaniens Superstar Raul, der von Real Madrid nach Schalke wechselte.

Gelsenkirchen. Dass Raul beim FCSchalke 04 einen besonderen Status einnimmt, daran ließ Trainer Felix Magath beim ersten Spiel des Spaniers keine Zweifel aufkommen. "Ich wollte Raul gar nicht spielen lassen, aber er wollte unbedingt dabei sein", sagte der 57-Jährige.

Bei einem anderen seiner Profis hätte Magath eine völlig andere Haltung eingenommen, die persönlichen Interessen des Spielers beachtet der Trainer sonst nur am Rande.

Der Spanier lässt erkennen, dass er zu einem Sieggaranten werden kann

Aber weshalb der Trainer dem Spanier diese Sonderbehandlung zuteil werden lässt, deutete der in der Gelsenkirchener Arena gegen Hamburg und im Finale gegen die Bayern an. "Wenn man ihm den Ball gibt, ist es so, als wenn man einer Schweizer Bank sein Geld gibt", sagte Mitspieler Ivan Rakitic.

Beim 3:1 im Endspiel gegen den Rekordmeister erzielte der Spanier zwei Treffer, eines davon war ein Traumtor. Seine beachtliche Ball- und Passsicherheit, der ausgeprägte Ideenreichtum und auch die intelligenten Laufwege des 33-Jährigen sorgen für deutlich mehr Variabilität im Angriff.

"Ich kannte ihn eigentlich nur von der Playstation", sagte Schalkes Mittelfeldspieler Alexander Baumjohann. "Er ist so bescheiden. Es ist ein Traum, mit ihm zusammen zu spielen." Und auch Felix Magath war glücklich: "Er hat trotz Konditionsrückstand seine hohe Qualität gezeigt. Ich bin sehr zufrieden."

Schalke wandelt sich von großem Einsatz zu spielerischer Klasse

Auch mit dem Wandel seiner Mannschaft, die den Schwerpunkt von bedingungslosem Einsatz hin zu mehr spielerischer Leichtigkeit zu verschieben scheint.

"Der Empfang geht mir sehr nahe", säuselte Raul. Um künftig ähnlich erfolgserfüllte Botschaften in die Welt senden zu können, will Felix Magath noch mehr Offensivqualität in den Kader holen. Ein Kandidat soll Mario Gomez vom FC Bayern München sein. Der 25-Jährige, den Magath einst beim VfB Stuttgart entdeckte, soll die Münchner für 20 Millionen Euro verlassen können.

Eine Summe, die Schalke noch nie investierte. Magath stehen noch 33 Millionen Euro zur Verfügung. Zudem hatte der Manager angekündigt, "noch einen Angreifer zu verpflichten, der neben Raul die Aufmerksamkeit auf sich zieht". Mit seiner Kopfballstärke könnte Gomez eine passende Option sein.

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