Joachim Löw hat das Aufgebot für das Länderspiel gegen Norwegen benannt.

Seinen Einsätzen für die deutsche U 21 werden deutsche A-Länderspiele folgen: Mesut Özil.
Seinen Einsätzen für die deutsche U 21 werden deutsche A-Länderspiele folgen: Mesut Özil.

Seinen Einsätzen für die deutsche U 21 werden deutsche A-Länderspiele folgen: Mesut Özil.

dpa

Seinen Einsätzen für die deutsche U 21 werden deutsche A-Länderspiele folgen: Mesut Özil.

Düsseldorf. Bundestrainer Joachim Löw hat mit dem Aufgebot des deutschen Fußball-Nationalteams für das erste Länderspiel 2009 am Mittwoch in Düsseldorf gegen Norwegen (20.30 Uhr/ARD) für Überraschungen, aber auch Kopfschütteln gesorgt.

Die Neuen: Der Bremer Mesut Özil und Andreas Beck aus Hoffenheim stehen zum ersten Mal im Kader des Bundestrainers. Vor allem im Falle Özil eine Entscheidung von enormer Tragweite: Um den Deutsch-Türken hatte auch der türkische Nationaltrainer Fatih Terim geworben. Sollte Özil gegen Norwegen zum Einsatz kommen, wäre seine Entscheidung für Deutschland eine endgültige - und Löw muss sich niemals dem Vorwurf aussetzen, nicht alles getan zu haben, um Özil für die Nationalelf zu gewinnen.

"Für mich war von Anfang an klar, dass ich nur für Deutschland spielen will. Aber ich konnte mich ja nicht selbst einladen", sagte der gebürtige Gelsenkirchener. Vor Özil trugen lediglich die Deutsch-Türken Mustafa Dogan und der auch diesmal nominierte Serdar Tasci das Trikot der A-Mannschaft.

Die Enttäuschten: Als Verlierer gilt Stürmer Lukas Podolski, eigentlich ist die Nichtnominierung des Müncheners aber nur logisch, da er durch Verletzungen und überdies dauerhaft fehlende Spielpraxis jeden Leistungsgedanken ad absurdum führen würde. Löw erklärt es diplomatischer: "Wir wollen ihm die notwendige Zeit einräumen, damit er sich seine gewohnte Form erarbeiten kann."

Verständlich verärgert ist der nicht nominierte Torwart Robert Enke, der seine Form nach langer Verletzungspause am vergangenen Samstag gegen Schalke eindrucksvoll nachgewiesen hatte. Enke musste für Tim Wiese weichen, eine Nominierung wäre nach der tragischen Verletzung im Training der Nationalmannschaft gleichwohl ein Zeichen der Wertschätzung gewesen.

Demenstprechend verärgert reagierte der eigentlich zurückhaltende Hannoveraner: "In Düsseldorf hätte sich für mich der Kreis zur Nationalmannschaft wieder schließen können, aber auch ohne den Hintergrund meiner Verletzung bin ich natürlich nicht glücklich über die Nichtnominierung." Löw dagegen findet es wichtig, dass Enke "in den kommenden Wochen wieder Spielpraxis im Verein sammelt".

Bemerkenswert: Der Madrider Christoph Metzelder ist erneut nicht dabei, auch die Hoffenheimer Marvin Compper und Tobias Weis überdauern ihren ersten Länderspiel-Auftritt zunächst einmal nicht.

Die Überraschten: Andreas Hinkel, Marko Marin und Stefan Kießling dürfen auf einen Einsatz hoffen. Bei Bayer Leverkusen herrschte eitel Freude darüber, dass Stefan Kießling (endlich) dabei ist. Acht Tore hat er in der Bundesliga erzielt.

Bayer-Trainer Bruno Labbdia: "Der Bundestrainer hatte mich schon frühzeitig informiert. Stefan hat sich das hart erarbeitet. Die ganze Sache hat nur einen gravierenden Nachteil. Stefan kann nicht mit uns trainieren." Der Offensivspieler wird es verkraften können. "Ganz sicher", sagt auch Labbadia.

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