Wegen guter Führung muss Kuranyi begnadigt werden. Seine „Tat“ hat er ausgiebig bereut.

Das Urteil, das der deutsche Nationaltrainer Joachim Löw einst gegen Kuranyi gefällt hatte, bedeutete "lebenslänglich". Zumindest so lange, wie der Bundestrainer im Amt verweilt, sollte Kuranyi nicht mehr Teil der deutschen Auswahl sein. Die Höchststrafe hatte Löw verhängt und dem Täter keine Möglichkeit zur Wiedereingliederung gegeben. Dabei sieht sogar das Strafgesetzbuch Milde für reale aber reuige Straftäter vor.

Kevin Kuranyi hat sich in der Zeit seit seines Aussetzers von Dortmund, als er von der Tribüne ins traute Eigenheim flüchtete, keine einzige Eskapade im Verein geleistet. Seine ernst gemeinten Entschuldigungen hat er intern im Gespräch mit Löw und öffentlich über die Medien geleistet. Noch nicht einmal, als der Bundestrainer wieder und wieder betonte, dass es für den Angreifer kein zurück in die Nationalelf geben werde, hat er sich dazu hinreißen lassen, ein böses Wort über Löw zu verlieren. Vielmehr hat Kuranyi seine Tore und seine Führungsqualitäten auf dem Platz für sich sprechen lassen und damit eine öffentliche Diskussion angezettelt.

Vielleicht mag man das hinterlistig finden. Es war aber die einzig mögliche Antwort. Kuranyi muss mit zur WM nach Südafrika. Begnadigung wegen guter Führung.

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