Der Bundestrainer hat keine Personalsorgen. Erkenntnisse gegen Norwegen werden aber gering bleiben.

Entspannt doziert in Düsseldorf: Bundestrainer Joachim Löw macht sich momentan keine Sorgen um die Nationalmannschaft.
Entspannt doziert in Düsseldorf: Bundestrainer Joachim Löw macht sich momentan keine Sorgen um die Nationalmannschaft.

Entspannt doziert in Düsseldorf: Bundestrainer Joachim Löw macht sich momentan keine Sorgen um die Nationalmannschaft.

dpa

Entspannt doziert in Düsseldorf: Bundestrainer Joachim Löw macht sich momentan keine Sorgen um die Nationalmannschaft.

Düsseldorf. Der Bundestrainer gibt sich sehr entspannt. Selten zuvor war Joachim Löw so auskunftsfreudig. Für alle Rätsel um die Aufstellung im heutigen Länderspiel gegen Norwegen in der Düsseldorfer Arena (20.30 Uhr/ARD) präsentierte Löw schon gestern die Lösungen. In der Torwartfrage hat sich der Bundestrainer für René Adler von Bayer Leverkusen entschieden, im Angriff beginnt Mario Gomez neben Miroslav Klose. In der Abwehr kommt der Hoffenheimer Andreas Beck auf der rechten Seite zum Einsatz, und im Mittelfeld spielen die alten Strategen Michael Ballack und Torsten Frings. Als wenn nichts gewesen wäre.

"Torsten Frings darf sich Hoffnungen machen, gegen Norwegen von Beginn an zu spielen."

Joachim Löw

"Torsten Frings darf sich Hoffnungen machen, von Beginn an zu spielen", sprach Löw. Aber auch Andreas Hinkel wird seine Chance in der Abwehr bekommen, und Mesut Özil und Marko Marin. Thomas Hitzslperger natürlich auch und Stefan Kießling und Patrick Helmes.

Gegen Norwegen - das ist ein Spiel, bei dem alle einmal mitmachen dürfen. Und selbst die Antwort auf die Frage, ob ein Schaulaufen von allen überhaupt noch so etwas wie einen wirkungsvollen und möglicherweise sogar richtungsweisenden Test abgeben kann, bleibt der Bundestrainer nicht schuldig. "Ich erwarte wichtige Hinweise im Hinblick auf die Qualifikationsspiele gegen Aserbaidschan und Wales", sagt Löw. Weil Norwegen, das auf nicht weniger als acht Stammkräfte verzichten muss, "aus einer verstärkten Defensive heraus spielen wird". Wie Aserbaidschan und Wales.

Aber vorstellen kann sich das keiner. 39000 Karten haben sie verkauft in Düsseldorf. Tendenz steigend, meint Pressesprecher Harald Stenger. Aber der Medienmann des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) macht dabei ein Gesicht, als habe er nicht unbedingt große Hoffnung, dass noch viel mehr Tickets am Spieltag verkauft werden.

Irgendwie kommt Löw selbst diese Präsentation nicht aussagekräftig genug vor. Und deshalb weist der Bundestrainer vorsichtshalber noch darauf hin, dass sich seine Spieler in Passgeschwindigkeit und -genauigkeit enorm verbessert haben. Früher dauerten die Ballkontakte der Nationalspieler 2,5 Sekunden, jetzt sind sie bei 1,5, es geht voran in Fußball-Deutschland.

Löw ist in der komfortablen Situation, dass er sich über mangelnde Alternativen nicht beklagen kann. Obwohl Lukas Podolski zum Länderspiel-Auftakt 2009 fehlt: "Mit Lukas Podolski, der im März zurückkehren wird, haben wir sehr gute Stürmer. Auf dieser Position sind wir sehr flexibel. Ich bin glücklich, dass ich so eine Auswahl an hochkarätigen Stürmern habe."

Patrick Helmes ("Ich hoffe auf mehr Spiele in diesem Jahr") habe in der DFB-Auswahl "einen großen Schritt nach vorn gemacht". Stefan Kießling habe aufgrund seiner guten Leistungen bei Bayer und seiner läuferischen Qualitäten eine Chance verdient.

Mario Gomez sagte gestern, er habe einiges gutzumachen. Seine beiden letzten von sechs Länderspieltoren erzielte der Stuttgarter am 26. März 2008 beim 4:0 gegen die Schweiz. Gomez weiß das: "Ich will alle überzeugen, die sagen, warum spielt denn der schon wieder in der Nationalmannschaft?" Fragen nach der Zukunft bringen Gomez nicht aus der Ruhe: "Spanien ist für mich ein Traum, dazu stehe ich. Aber ob das in zwei oder zehn Jahren was wird, das weiß keiner." Alles sehr entspannt in Düsseldorf.

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