Der HSV kommt gegen Celtic nicht über ein 0:0 hinaus, ist aber trotzdem auf dem besten Weg in die K.o.-Runde.

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Der HSV erzielte gegen Celtic kein Tor. Selbst der überragende Zé Roberto (r.) kann nicht jeden Freistoß ins Tor zaubern.

Der HSV erzielte gegen Celtic kein Tor. Selbst der überragende Zé Roberto (r.) kann nicht jeden Freistoß ins Tor zaubern.

dpa

Der HSV erzielte gegen Celtic kein Tor. Selbst der überragende Zé Roberto (r.) kann nicht jeden Freistoß ins Tor zaubern.

Hamburg. Am Ende wussten sie nicht ganz genau, ob sie sich freuen oder ärgern sollen. Das 0:0 gegen Celtic Glasgow reichte dem HSV Donnerstag Abend nicht zum erhofften Befreiungsschlag, wenngleich die Hamburger noch allerbeste Chancen auf den Einzug in die K.o-Runde der Europa League haben. Ein Sieg im nächsten Spiel gegen Rapid, und der HSV ist weiter.

Und Bruno Labbadia hat doch noch Verteidiger: Weil Guy Demel kurzfristig wegen Wadenproblemen ausgefallen war, musste Tomás Rincon hinten links verteidigen. David Rozehnal spielte für den verletzten Jerome Boateng an der Seite von Joris Mathijsen in der Innenverteidigung, und Marcell Jansen durfte wie im Hinspiel für Piotr Trochowski im linken Mittelfeld ran. Und dieser Schachzug ging auf, denn Jansen war der auffälligste Hamburger in den ersten 45 Minuten, in der den 45037 Zuschauern kribbelige Unterhaltung geboten wurde. Viele Torchancen auf beiden Seiten, gepaart allerdings auch mit einem Fehlpassfestival im Mittelfeld.

Spätestens als Scott McDonald in der 17. Minute alleine vor Torhüter Frank Rost zum Schuss kam und der Hamburger in letzter Sekunde den Arm ausfahren konnte, war allen Beteiligten klar, dass diese Schotten brandgefährlich sind. In der 33. Minute war es wieder Rost, der nach einem Rozehnal-Patzer alleine gegen einen Schotten retten musste. Auf der Gegenseite hatte zwei Mal Marcell Jansen Pech mit seinen Schüssen. Auffallend beim HSV die Phantasie-Armut, mit der das Standardprogramm bei Flanken, Freistößen und Ecken vorgetragen wurde. Selbst Zé Roberto fiel dazu nichts ein.

Der HSV übernahm nach der Pause die Regie und erspielte sich eine Reihe von allerbesten Einschussmöglichkeiten. Mathijsen setzte einen Kopfball an die Latte, Elia zwei Schüsse knapp neben das Tor, und Pitroipa wurde elfmeterreif gefoult. Doch nach einer Viertelstunde war das Feuerwerk abgebrannt.

Trainer Bruno Labbadia zeigte sich dennoch zufrieden. Dem ganzen Team müsse er ein Kompliment machen, das einzige Manko sei die fehlende Durchschlagskraft gewesen. Labbadia: "Immerhin haben wir uns diesmal nicht wieder so einen doofen Konter eingefangen."

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