Schalke-Boss Tönnies fordert dafür aber Erfolge.

Gelsenkirchen. Fred Rutten sah wieder einmal ein wenig verloren auf dem überdimensionalen Podium in den Katakomben der Schalker Arena aus. Der Trainer des FC Schalke 04 saß dort alleine. Von Manager Andreas Müller (Foto), der üblicherweise neben ihm Platz nimmt, war nichts zu sehen.

Auch vor dem wichtigsten Spiel der Schalker in dieser Saison, gegen den Erzrivalen Borussia Dortmund, hat sich Müller schmollend vor der Öffentlichkeit zurückgezogen. Und so hatte Fred Rutten sehr wenig damit zu tun, die unerfreuliche sportliche Situation zu erklären ("Die Mannschaft steckt den Rückschlag in Bochum weg.").

Vielmehr musste er Fragen zum stark in der Kritik stehenden Manager und dessen erneutes Nicht-Erscheinen beantworten. Doch Rutten, dessen Arbeit ebenfalls immer mehr Fragen aufwirft, versuchte, ein wenig Druck von Müller zu nehmen.

"Jetzt geht es um das Spiel gegen Dortmund. Da bin ich der Hauptverantwortliche. Alles andere muss man langfristiger beurteilen", sagte er. "Der Druck ist sehr hoch, für den Trainer und den Manager."

Ob bei einer möglichen Niederlage gegen den ungeliebten Nachbarn gleich die Entlassung für beide stünde, darüber gibt es in diesen Tagen auf oberster Vereinsebene unterschiedliche Meinungen.

So kündigt zwar Präsident Josef Schnusenberg an: "Nach dem Derby sieht die Welt wieder anders aus. Trainer Rutten und Manager Müller sind auch in der nächsten Saison noch auf Schalke". Doch Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies sagte, dass die Positionen nur "stabil bleiben, wenn sie durch Erfolge getragen" würden. Immerhin können die bisher verletzten Marcelo Bordon und Benedikt Höwedes wieder spielen. Soviel scheint immerhin sicher zu sein.

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