Leverkusen besiegt Simferopol aus der Ukraine 3:0.

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Die Torschützen: Michal Kadlec (l.) und Michael Ballack.

Die Torschützen: Michal Kadlec (l.) und Michael Ballack.

dpa

Die Torschützen: Michal Kadlec (l.) und Michael Ballack.

Leverkusen. Tavriya Simferopol. Bitte wer? Na, der ukrainische Fußball-Pokalsieger natürlich. Das Team von der Krim gastierte am Donnerstag zum Europa League-Hinspiel bei Bayer Leverkusen.

Oder besser gesagt: Die Ukrainer waren Gäste bei der Rückkehr von Michael Ballack auf die große Fußballbühne. Denn der Gegner hätte auch FC Barcelona heißen können - Donnerstagabend waren in der BayArena alle Augen auf den Mann mit der Nummer 13 gerichtet.

Enttäuschung darüber, dass er zunächst draußen blieb, konnte nicht aufkommen, denn Michal Kadlec erzielte aus 25 Metern schon nach 30 Sekunden die Führung für Leverkusen. Da warteten die 13000 Zuschauer gerne noch auf den Auftritt des Hauptdarstellers.

Es folgten 45 Minuten Leverkusener Dominanz bei noch viel "Stückwerk". Dann betrat Ballack den Rasen, um sich warmzulaufen und zu dehnen - natürlich festgehalten von Fernseh- und Fotokameras.

Die Bayer-Fans jubeln: "Mischa ist zurück."

Die sahen auch, wie er sich sein Trikot überzog, die Schienbeinschoner justierte und um 19.31 Uhr endlich zurückkehrte. Eingewechselt für den verletzten Sven Bender. Die erste Aktion des 33-Jährigen war, ins Abseits zu laufen, doch die Kurve feierte trotzdem: "Mischa ist zurück!" Ballack freute sich mit: "Es war ein tolles Gefühl, wieder hier zu spielen."

Immer wenn der "Leader" am Ball war, wurde es im Stadion laut. Selbst der Doppelschlag von Micha Kadlec, der nach 83 Minuten zum 2:0 einköpfte, ließ keine Zweifel daran aufkommen, wer die Hauptrolle gab.

Ballack selbst setzte schließlich den filmreifen Schlusspunkt, als er Kießling, Vidal und Kadlec den Ball abnahm, um in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter zum 3:0 zu verwandeln.

"Jeder wollte schießen, ist doch klar. Das Tor tut mir gut", sagte Ballack. "Aber ich bin noch nicht so weit wie die anderen", sagte Ballack.

Vielleicht aber schon am Sonntag beim Bundesliga-Start in Dortmund. Oder nächsten Donnerstag bei Tavriya im schönen Simferopol - der "Perle der Krim".

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