Borussia Dortmund hat keine neuen Stars vorzuweisen und verkauft dennoch 50 000 Dauerkarten.

Der Star in Dortmund ist weiterhin der Trainer: Jürgen Klopp setzt auf ein eingespieltes Team.
Der Star in Dortmund ist weiterhin der Trainer: Jürgen Klopp setzt auf ein eingespieltes Team.

Der Star in Dortmund ist weiterhin der Trainer: Jürgen Klopp setzt auf ein eingespieltes Team.

dpa

Der Star in Dortmund ist weiterhin der Trainer: Jürgen Klopp setzt auf ein eingespieltes Team.

Dortmund. Er hatte das kleine Geheimnis bis zum Schluss gehütet. Pünktlich zum Trainingsauftakt von Borussia Dortmund ließ Michael Zorc am Samstag aber die Katze aus dem Sack. Der Sportdirektor sagte mit Genutguung in der Stimme: "Wir haben Nuri Sahin und Neven Subotic langfristig an uns gebunden."

Der türkische Nationalspieler, seit dem elften Lebensjahr mit kurzer Unterbrechung bei den Schwarz-Gelben, wird Anfang der Woche einen Vertrag bis 2013 unterschreiben.

Abwehrmann Subotic bleibt sogar noch länger - er unterschrieb vorzeitig bis zum Sommer 2014. Natürlich mit einer Anpassung der Finanzen, welche Zorc mit "Gehaltshygiene" umschrieb.

Subotic und Sahin trugen in der vergangenen Spielzeit maßgeblich zur Aufbruchstimmung bei, die beim BVB für einen neuen Dauerkartenrekord sorgen wird. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke jedenfalls verkündete: "Wir werden zum zweiten Mal in unserer Historie die 50000er-Grenze überschreiten." Dass dafür nicht einmal die Verpflichtung namhafter Stars nötig waren, spricht für sich.

Beim ersten Training bejubeln 15000 Fans Feulner & Co.

Sven Bender, Markus Feulner, Kevin Großkreutz und Dimitar Rangelov hörten brav zu, als die Sportliche Leitung einmal mehr die Formulierung von Saisonzielen explizit vermied. Michael Zorc: "Wem würde das etwas nutzen außer den Journalisten?" Watzke legte nach: "Bayern München und der VfL Wolfsburg sind gesetzt. Dahinter streiten acht Mannschaften um drei freie internationale Plätze."

Dass die Fans nicht gänzlich ohne Erwartungen sind, bewies am Samstag Nachmittag der Blick auf die Osttribüne. 15000 Zuschauer verfolgten das erste Training und spendeten speziell den Neuen frenetischen Beifall.

Markus Feulner, aus Mainz zum BVB gekommen, musste schlucken: "Hier spielen zu dürfen - das macht mich stolz." Trainer Jürgen Klopp versprach, den Weg beim Bundesliga-Sechsten vom vergangenen Jahr fortzusetzen. "Ich befürchte aber, dass wir noch besser spielen müssen, um in ähnliche Tabellenregionen zu kommen", sagte Klopp.

Dafür soll es nach seinen Planungen "superviele Trainingseinheiten und reizvolle Testspiele" geben. Zum Beispiel beim Jubiläumsturnier, zu dem am 25. Juli der FC Valencia und Udinese Calcio erwartet werden. Also nach dem Trainingslager, zu dem es vom 8. bis 16. traditionell nach Donaueschingen gehen wird.

Spätestens dann wird der Kader komplett sein. Am Samstag fehlten noch Zidan, Lee, Valdez, Subotic, Sahin und Schmelzer, die international im Einsatz sind. Klopp: "Im Gegensatz zu anderen Mannschaften, die auf dem Transfermarkt sehr aktiv waren, können wir auf ein eingespieltes Team setzen. Wir müssen aber noch häufiger ans Limit gehen."

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