Die deutsche Mannschaft steht vor einer lösbaren Aufgabe. Ob Löw dann noch Bundestrainer ist, ist fraglich.

Warschau. Ungeachtet der schweren atmosphärischen Störungen zwischen DFB-Präsident Theo Zwanziger und seinen leitenden Angestellten Joachim Löw und Oliver Bierhoff hat die Auslosung für die Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine Deutschland eine reizvolle Gruppe beschert.

Die DFB-Elf trifft ab dem 3. September auf die Türkei, Österreich, Belgien, das vom Deutschen Bernd Storck betreute Team aus Kasachstan und die von Berti Vogts trainierten Aserbaidschaner.

"Ich bin weder geschockt noch glücklich. Logistisch gesehen ist es nicht ganz einfach. Ansonsten ist es eine deutschsprachige Gruppe mit vielen deutschen Trainern", kommentierte Bundestrainer Joachim Löw die Auslosung im Amphitheater des Kulturpalastes in Warschau. Österreich und die Türkei waren zuletzt während der EM 2008 deutsche Gegner.

Gegen die EM-Gastgeber gelang im letzten Gruppenspiel ein 1:0, die Türken wurden im Halbfinale in Basel in letzter Minute 3:2 bezwungen. "Deutschland ist Favorit, wir stehen dahinter. Wenn die Türkei in Europa spielt, sind das immer Heimspiele", sagte Bayerns türkischer Profi Hamit Altintop.

Ob Bundestrainer Löw selbst wegen der anhaltenden Querelen um die Vertragsverlängerung seines Trainerstabes bei Beginn der Qualifikation noch auf der deutschen Bank sitzen wird, ließ er offen: "Das wird man sehen. Ich mache mir darüber jetzt keine Gedanken." Löw verband sein Schicksal mit dem von Oliver Bierhoff.

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