Nach dem 1:0-Sieg in Leverkusen durch ein Tor von Ivanschitz ist der FSV wieder Tabellenführer.

Leverkusen. Lewis Holtby schüttelte den Kopf. "Heute mal die anderen", sagte der Spielmacher des FSV Mainz in den Katakomben der Bay-Arena mit einem Lächeln. Mit dem 1:0 (0:0)-Erfolg bei Bayer Leverkusen widerlegte die Mannschaft eine Woche nach der 0:1-Niederlage gegen Hamburg alle Zweifel an einer möglichen Krise.

Andreas Ivanschitz schoss die Mainzer mit seinem Tor auf Vorlage von Andre Schürrle zu einem verdienten Sieg (70.) und zurück an die Tabellenspitze der Liga. Ausgerechnet der Österreicher, der vom Stammspieler zum Joker in Mainz verkommen ist. "Ich habe noch vor dem Spiel versprochen, ihn für sein unglaubliches Engagement zu belohnen", sagt der Mainzer Trainer Thomas Tuchel. Ivanschitz war erst zwei Minuten vor seinem Tor zusammen mit Schürrle eingewechselt worden.

Dabei hatte Tuchel zuvor mächtig Frust über die Leistung seiner Spieler nicht verborgen. Mainz benötigte rund 20 Minuten, um ein ebenbürtiger Gegner zu sein. "Wir haben bis dahin nicht einen Zweikampf gewonnen", sagte Manager Heidel.

Heynckes’ Einwechslungen bringen keine Besserung

"Es ist die Eigenart dieser Mannschaft, dass mit einer Chance alles wieder geweckt wird", analysierte nachher der Präsident der Mainzer, Harald Strutz, eine Chance von Adam Szalai nach 24 Minuten.

Leverkusens Bemühungen versandeten zusehends. Selbst die Einwechslungen von Trainer Jupp Heynckes - Helmes und Balitsch für Barnetta und Rolfes - brachten keine Besserung. "Wir haben uns zu wenig klare Torchancen erspielt", sagte Leverkusenes Torhüter Rene Adler. Allein Standardsituationen reichten Bayer nicht.

Bayer Leverkusen

Überragend: -

Gut: Adler, Vidal

Durchschnittlich: Schwaab, Reinartz, Friedrich, Kadlec, Bender, Rolfes, Sam, Derdiyok, Balitsch

Enttäuschend: Barnetta, Helmes

Mainz 05

Überragend: -

Gut: Wetklo, Allagui, Ivanschitz, Schürrle Durchschnittlich: Bungert, Svensson, Noveski, Fuchs, Polanski, Soto, Caligiuri, Holtby, Szalai

Enttäuschend: -

"Unsere Mannschaft hat einen großen Erfolgshunger", resümierte Harald Strutz stolz und blickte auf den kommenden Spieltag. Da empfängt der Erste den Zweiten. Mainz gegen Dortmund. "Das ist dann Hype-Quadrat", sagte Strutz schmunzelnd, verspricht aber: "Bei uns wird sich unter der Woche nichts ändern. Im Leben der Mannschaft nicht und in dem der Spieler." Vielleicht spricht dann aber Lewis Holtby wieder.

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