Beim VfL Wolfsburg wird die Fußball-Zukunft ohne Magath und mit Veh geplant.

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Allmächtig in Wolfsburg und am Ende verdienter deutscher Meister: Felix Magath.

Allmächtig in Wolfsburg und am Ende verdienter deutscher Meister: Felix Magath.

dpa

Allmächtig in Wolfsburg und am Ende verdienter deutscher Meister: Felix Magath.

Wolfsburg. Die Feiern der ersten deutschen Meisterschaft waren noch nicht ganz beendet, als die Wolfsburger bereits im Sauseschritt den Sturm auf Europa vorbereiteten. Der neue Trainer Armin Veh wird Sonntag vorgestellt, die Verträge mit dem überragenden Stürmern Grafite und Edin Dzeko sollen in den kommenden Tagen vorzeitig verlängert und ein neuer Top-Angreifer verpflichtet werden.

Dass die Niedersachsen beim Feiern schon zu den Großen gehören, hatten sie zuvor bewiesen. Nach der üblichen Bierdusche für Tee-Liebhaber Felix Magath waren die Spieler wie losgelassene Kinder über den Rasen getobt, Torjäger Dzeko hatte sogar noch auf dem Platz eine dicke Zigarre gepafft. Und fast 100000 Menschen zelebrierten die größte Fete der Stadtgeschichte bis in den frühen Sonntagmorgen.

25 Millionen Euro Einnahmen für den Überraschungsmeister

Armin Veh löst als Trainer den allmächtigen Felix Magath ab und bekommt dafür sogar noch Verstärkung für das meisterliche Team. "Wir haben zwei Weltklasse-Stürmer, aber Fakt ist, dass wir einen dritten Stürmer brauchen", sagte VfL-Geschäftsführer Jürgen Marbach: "Wir brauchen Spieler, die uns qualitativ weiterbringen."

Offizielle Anfragen für den begehrten Dzeko, dessen Verbleib eher ungewiss scheint, gibt es nach Marbachs Angaben bisher nicht. Volkswagen-Chef Martin Winterkorn hatte angekündigt: "Wir werden mit aller Kraft daran arbeiten, diese Erfolgs-Geschichte fortzusetzen."

Nach der Top-Saison ist der Überraschungsmeister mit 25 Millionen Euro an garantierten Einnahmen ohnehin der große Gewinner. Marbach, ehemals zweiter Mann im Aufsichtsrat von Fortuna Düsseldorf, hat die Sportdirektor-Aufgaben von Magath übernommen.

"Das ist ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist. Wir haben den besten Fußball gespielt und sind verdient Meister geworden", sagte Felix Magath nach dem ersten Titelgewinn des VfL mit biernassem Haar.

"Wahnsinn, deutscher Meister. Ich hab’ nicht gedacht, dass ich nach nur zwei Jahren in Deutschland Meister werde", schrie Stürmerstar Dzeko, der mit der Meisterschale in den Händen kaum zu bremsen war. Die Torjägerkrone sicherte sich Sturmpartner Grafite. Der 30 Jahre alte Brasilianer erzielte 28 Tore und damit zwei mehr als sein sieben Jahre jüngerer Teamgefährte Dzeko.

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