Nach dem 1:2 in Nürnberg schimpft der Trainer vehement über katastrophale Fehler.

Wirkt zusehends ratlos: Schalkes Trainer Felix Magath.
Wirkt zusehends ratlos: Schalkes Trainer Felix Magath.

Wirkt zusehends ratlos: Schalkes Trainer Felix Magath.

dpa

Wirkt zusehends ratlos: Schalkes Trainer Felix Magath.

Nürnberg. Es war ein Szene mit Symbolcharakter für die anhaltende Krise des FC Schalke 04. Nach 54 Minuten wechselte Felix Magath bei der 1:2-Niederlage beim 1. FC Nürnberg ausgerechnet Raul aus. Der 33 Jahre alte Spanier hatte auch gegen die Franken wieder einmal gewirkt, als sei er zufällig am Stadion vorbeigekommen und hätte ein Trikot der Königsblauen angezogen. Raul suchte wie zuvor vergeblich nach seiner Rolle, seine minimale Lauf- und Einsatzbereitschaft schien sogar Felix Magath zu verwundern.

Der Schalker Trainer hatte seinen Angreifer in den vergangenen Wochen stets verteidigt, auch wenn er zumeist nicht überzeugen konnte. Nach der gelb-roten Karte und der Hinausstellung von Jermaine Jones nach einem Zusammenprall mit Club-Torhüter Raphael Schäfer traute Magath dem Spanier offenbar das nötige Engagement nicht mehr zu.

"Ich bin völlig unzufrieden mit dem, was meine Mannschaft geboten hat", schimpfte Magath und vermied es, einzelne Spieler zu nennen. Er hätte auch viel zu tun, wenn er alle formschwachen und undisziplinierten Profis aufzählen sollte. In dieser Saison kassierten die Westfalen in Bundesliga und Champions League bereits vier Platzverweise.

Die Abwehr bleibt die größte Baustelle der Mannschaft

"Das ist natürlich zu viel. Das muss ich kritisieren", sagte Magath sichtlich desillusioniert. Das Mittelfeld mit spielerisch begabten Akteuren wie José Manuel Jurado oder Joel Matip kickt gehemmt, Spielfreude kommt zu keinem Zeitpunkt auf. Und die Abwehr der Schalker bleibt die größte Baustelle des Teams. "Wir haben hinten katastrophale Fehler gemacht", sagte Magath.

Die Untätigkeit der Verteidiger bei den Treffern von Mike Frantz und Andreas Wolf waren beispielhaft für die eklatanten Mängel des gesamten Defensivverhaltens. Lediglich Schalkes Torschütze zum zwischenzeitlichen Ausgleich, Klaas-Jan Huntelaar und Vorbereiter Jefferson Farfan überzeugen in diesem Ensemble aus Individualisten, das noch weit davon entfernt ist, eine funktionierende Mannschaft zu sein.

"Ich habe vor der Saison gesagt, dass wir nach dem Umbau besser Fußball spielen, aber nicht, dass wir genauso erfolgreich sein werden." Das statistische Bundesliga-Zwischenzeugnis der Schalker Unzulänglichkeiten sind 14 Gegentore und fünf Niederlagen in sieben Spielen.

 

SPIELERBEWERTUNG 

 

1. FC Nürnberg

überragend: -

gut: Wolf, Frantz

Durchschnittlich: Schäfer, Judt, Nilsson, Bieler, Hegeler, Gündogan,Schieber, Stephan, Ekici, Simon

enttäuschend: -

 

Schalke 04 

überragend: -

gut: -

Durchschnittlich: Huntelaar, Farfán, Neuer, Matip, Rakitic

enttäuschend: Raul, Jurado, Jones, Schmitz, Metzelder, Höwedes, Papadopoulos

 

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