Bayer Leverkusen gibt sich mit dem 2:2 nach einem 1:2-Rückstand gegen ersatzgeschwächte Bremer zufrieden.

Patrick Helmes feiert seine Tor gegen Werder Bremen.
Patrick Helmes feiert seine Tor gegen Werder Bremen.

Patrick Helmes feiert seine Tor gegen Werder Bremen.

Patrick Helmes feiert seine Tor gegen Werder Bremen.

Leverkusen. Sein Gesicht auf der Tribüne spricht Bände. Michael Ballack fällt es schwer, sich zu freuen. Der Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft ist verletzt, zum Zuschauen verurteilt. Womöglich noch ziemlich lange Zeit, Trainer Jupp Heynckes will sich nicht festlegen, wann Ballack wieder das Bayer-Trikot überstreifen kann. Bayer kommt auch ohne Ballack zurecht, auch wenn es gegen Werder Bremen beim 2:2 (1:0) nicht zu einem Sieg gereicht hat. Dass es ohne ihn geht, ärgert ihn womöglich noch mehr als seine Verletzung.

Thomas Schaaf reagiert nach dem Rückstand, verstärkt die Offensive

Patrick Helmes stand seit dem 0:0 gegen den 1. FC Nürnberg erstmals wieder in der Startformation. "Patrick ist immer eine Option", sagt Heynckes. Und der Trainer von Bayer muss es schließlich wissen, weist er doch unermüdlich darauf hin, dass er viel mit seinen Spielern spricht.

Gegen Werder Bremen zeigte Helmes schon in der 16. Minute, dass er das Vertrauen seines Trainers zu rechtfertigen weiß. Nach einem Pass von Tranquillo Barnetta löste sich Helmes rechtzeitig von seinen Gegenspielern und ließ mit einem platzierten Flachschuss Werder-Torwart Tim Wiese keine Abwehrchance. Nur sechs Minuten später bot sich Helmes bei einem Freistoß die zweite Möglichkeit, aber sein Schuss verfehlte das Ziel. Noch zwei weitere Möglichkeiten ließ Helmes aus.

Thomas Schaaf verstärkte nach 45 Minuten die Offensivbemühungen. Nach der Halbzeit brachte er Hugo Almeida für den Verteidiger Philipp Bargfrede. Sofort erhöhten sich die Chancen auf Bremer Seite. In der 53. Minute traf Almeida per Freistoß zum 1:1, weil Adler die Mauer falsch postierte und die lautstarken Korrekturen von Heynckes kein Gehör fanden.

Nur vier Minuten später verpasste Marko Marin eine präzise Flanke von Almeida. Die Innenverteidigung von Bayer geriet immer stärker unter Druck, die Führung für Werder war nur noch eine Frage der Zeit. In der 62. Minute stellte sich Aaron Hunt auf der rechten Seite niemand in den Weg, seine Flanke mit dem Außenrist erreichte Marin, der ungehindert zum 2:1 traf

"Ein Supertor, wie es mir in meiner ganzen Karriere nicht gelungen ist"

JuppHeynckes über den Treffer von Leverkusens Stürmer Eren Derdiyok zum 2:2 gegen Werder Bremen

Das Spiel drohte zu kippen. Wenn sich Nationalspieler Per Mertesacker durch den eingewechselten Schweizer Eren Derdiyok nicht in der 78. Minute hätte zum 2:2 ausspielen lassen, die zweite Heimniederlage wäre nicht zu vermeiden gewesen. "Ein Supertor, wie es mir in meiner ganzen Karriere nicht gelungen ist", lobte Heynckes. Und trotzdem hätte Sebastian Prödl für Werder in der Nachspielzeit noch alles klar machen können, der Österreicher scheiterte freistehend. Thomas Schaaf ärgerte sich. "Wenn man in Leverkusen 2:1 führt, will man gewinnen, andereseits ist ein 2:2 gegen Bayer ein gutes Ergebnis."

Jupp Heynckes freute sich über die "großartige Moral" seiner Mannschaft: "Diese Mannschaft gibt nie auf, die Spieler haben sich völlig verausgabt. Und wir spielen einen attraktiven Fußball." Am Ende gab es tatsächlich nur zufriedene Gesichter in der BayArena.

 

SPIELERBEWERTUNG

 

Bayer Leverkusen

überragend: -

gut: Helmes, Derdiyok, Schwaab

Durchschnittlich: Adler, Reinartz, Hyypiä, Sam, Friedrich, Barnetta, Balitsch, Vidal, Kadlec, L. Bender

enttäuschend: -

 

Werder Bremen

überragend: -

gut: Wesley, Marin, Hunt, Almeida

Durchschnittlich: Wiese, Pasanen, Silvestre, Jensen, Mertesacker, Bargfrede

enttäuschend: Arnautovic, Prödl

 

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