Kölner Aufholjagd bleibt im dramatischen Finale ohne Happy End. Großkreutz trifft zum 3:2-Sieg des BVB.

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Lukas Podolski verlässt frustriert den Platz, Mats Hummels freut sich über zwei Tore.

Lukas Podolski verlässt frustriert den Platz, Mats Hummels freut sich über zwei Tore.

dpa

Lukas Podolski verlässt frustriert den Platz, Mats Hummels freut sich über zwei Tore.

Köln. In der 60. Minute ist die Geduld von Trainer Zvonimir Soldo am Ende. Lukas Podolski wird nach enttäuschender Vorstellung ausgewechselt. Der Fußball-Nationalspieler reagiert sauer, schleudert die Trainingsjacke auf den ramponierten Rasen und verschwindet grußlos im Kabinengang. Als auch Petit ausgewechselt wird, wird es dramatisch im Bundesliga-Spiel des 1.FCKöln gegen Borussia Dortmund.

Kevin McKenna trifft in der 82. Minute zum 1:2 für die Kölner, die Stimmung dreht sich von Enttäuschung in Hoffnung. Und als Youssef Mohamad in der 88. Minute das 2:2 erzielt, wäre aus Hoffnung fast Begeisterung geworden, wenn Kevin Großkreutz nicht doch noch in der Schlussminute zum 3:2 (2:0) für seine Borussia getroffen hätte. Dortmunds Trainer Jürgen Klopp war von Schiedsrichter Florian Meyer zu diesem Zeitpunkt schon auf die Tribüne geschickt worden. Das Spiel zerrte am Ende an den Nerven.

Soldo: "Lukas Podolski wollte ausgewechselt werden"

"Wir haben verpasst, das 3:0 zu machen. Die Niederlage ist unglücklich für Köln, aber wir haben verdient gewonnen", sagte Klopp und nannte seinen "Platzverweis" am Ende "peinlich". "Wir haben Wille und Moral gezeigt, aber wir sind nicht belohnt worden", sagte Soldo. Zur Auswechslung von Podolski meinte er nur: "Lukas wollte ausgewechselt werden."

Mit Beginn der Rückrunde sollte alles anders werden beim 1. FC Köln. "Die Mannschaft ist stark genug", sagte Manager Michael Meier, der Verstärkungen nicht für notwendig hält. Doch für die Mannschaft war es bereits die sechste Niederlage im eigenen Stadion. Vielleicht muss Herr Meier nun doch mal neu nachdenken. Es geht immerhin gegen den Abstieg.

Soldo musste auf Geromel in der Innenverteidigung verzichten. An der Seite von Kapitän Youssef Mohamad stand McKenna. Auf der linken Verteidigerposition versuchte sich Pierre Wome mit den bekannten Passschwächen. Auch Maniche und Petit waren wieder dabei, entsprechend zurückhaltend waren zunächst die Impulse in der Offensive.

1. FC Köln

überragend: -

gut: Mohamad, McKenna

zufriedenstellend: Wome, Petit, Maniche, Pezzoni, Chihi

enttäuschend: Mondragon, Brecko, Novakovic, Podolski, Freis

Borussia Dortmund

überragend: -

gut: Weidenfeller, Ziegler, Subotic, Sahin, Hummels

zufriedenstellend: Valdez, Blaszczykowski, Barrios, Großkreutz, Bender, Owomoyela, Schmelzer

enttäuschend: -

Milivoje Novakovic fand nicht statt, bis auf eine Chance in der 20. Minute, in die sich Torwart Roman Weidenfeller mutig warf und anschließend verletzt ausscheiden musste. In der 28.Minute nutzte Mats Hummels die Verwirrung in der Kölner Deckung zur Führung. Und in der 45. Minute verwertete erneut Hummels einen präzisen Freistoß von Nuri Sahin zum zweiten Tor.

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