Jupp Heynckes widerspricht Franz Beckenbauer: Dass Bundestrainer Joachim Löw Adler frühzeitig zur Nummer eins erklärt habe, findet Heynckes nachvollziehbar.

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Frustriert: René Adler.

Frustriert: René Adler.

dpa

Frustriert: René Adler.

Leverkusen. Ruhig und besonnen, aber sehr bestimmt hat Jupp Heynckes auf die Kritik von Franz Beckenbauer an Nationaltorwart René Adler reagiert. "René lernt jetzt die andere Seite des Profilebens kennen. Er ist die Nummer eins, er steht im Fokus der Öffentlichkeit, das ist ein Lernprozess für ihn", sagte der Trainer von Bayer Leverkusen bei einem Pressegespräch des Verbandes Westdeutscher Sportjournalisten in Leverkusen.

Adler sei betroffen von seinen Fehlern, aber "er ist selbstkritisch. Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass er ein bedingungsloser Rückhalt der Nationalmannschaft in Südafrika sein wird".

Auch Sportdirektor Rudi Völler hat nicht den leisesten Zweifel: "Er ist genau der Torwart, den Deutschland braucht." Beckenbauer hatte nach Adlers Aussetzer gegen Hamburg lamentiert: "Das war ein Fehler, der darf nicht einmal einem Schülertorwart passieren."

Dass Bundestrainer Joachim Löw Adler frühzeitig zur Nummer eins erklärt habe, findet Jupp Heynckes nachvollziehbar: "Sonst wäre doch jeden Tag weiter über die Nummer eins spekuliert worden. Ich finde Löws Entscheidung richtig." Und lächelnd fügte er hinzu: "Torhüter und Linksaußen sind eben besondere Leute. Das kann ich als Linksaußen sehr gut beurteilen."

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