Karl-Heinz Rummenigge sieht gute Chancen für Lukas Podolski und Köln: „Zuversichtlich, dass es klappt.“

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Vor der ersehnten Rückkehr nach Köln: Lukas Podolski.

Vor der ersehnten Rückkehr nach Köln: Lukas Podolski.

Vor der ersehnten Rückkehr nach Köln: Lukas Podolski.

Köln. Michael Meier wollte am Donnerstag nichts mehr sagen. Das Telefon im Geißbockheim stand nicht mehr still, nachdem Bayerns Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge vom Fußball-Rekordmeister Bayern München die baldige Einigung im "Fall Lukas Podolski" in Aussicht gestellt hatte: "Das Ganze sieht gut aus. Ich bin zuversichtlich, dass das klappt."

Der Branchenführer fordert für seinen Angreifer eine Ablösesumme von zehn Millionen Euro. Der vielbeschäftigte FC-Manager Meier war es irgendwann leid und beauftragte Pressesprecher Christopher Lymberopoulos mit dem Telefondienst.

"Wir beteiligen uns seit drei Monaten nicht an irgendwelchen Spekulationen."

"Es gibt nicht wirklich einen neuen Sachstand, und an irgendwelchen Spekulationen beteiligen wir uns schon seit drei Monaten nicht", sagte Lymberopoulos unserer Zeitung. Wirklich nichts Neues?

Im Millionen-Poker um den Nationalstürmer wird die Rückkehr des "verlorenen Sohnes" zum Bundesliga-Aufsteiger immer wahrscheinlicher. Die Kölner hatten zunächst angeblich sieben Millionen Euro geboten, was Bayerns Manager Uli Hoeneß "unerträglich" nannte, die Gespräche mit Michael Meier aber dennoch fortsetzte. Und offenbar gab es Bewegung.

Im Trainingslager des Meisters im warmen Dubai fehlt der 23-Jährige wegen eines grippalen Infekts, sein Abschied aus München zurück ins Rheinland scheint aber längst beschlossen. "Der Spieler will nur nach Köln", stellte Rummenigge klar. "Der FC muss noch ein wenig drauflegen. Aber zwischen dem, was sie anbieten und dem, was wir wollen, ist kein allzu großer Unterschied mehr. Das sollten sie auch noch hinbekommen. Sie sind auf einem guten Weg." Rummenigge ist zufrieden mit dem Fortgang der Gespräche. Meier wahrscheinlich auch, aber bestätigen kann er noch nichts. Nur soviel: "Lukas Podolski soll das Gesicht des 1. FC Köln werden."

Dass der in München unglückliche Stürmer wie auch sein aktueller Verein die Personalie möglichst bis zum Rückrunden-Start vom Tisch haben wollen, hatte Hoeneß mehrfach betont. Auch der 60-malige Nationalspieler kann das Thema nicht mehr hören: "Ich möchte so schnell wie möglich eine Entscheidung. Definitiv bis Ende des Monats." Hoeneß hatte dem Aufsteiger vom fernen Dubai aus noch einmal Beine gemacht: "Der 1. FC Köln sollte seinen Vorsprung nutzen, sonst wird Lukas schon irgendwann die Antwort geben." Michael Meier dürfte das verstanden haben.

Ribéry fordert Verstärkungen und denkt schon an Abschied

Für die Bayern scheint eine andere Baustelle viel wichtiger zu werden. "Ich habe vier Jahre Vertrag. Aber versprechen, dass ich ihn erfüllen werde? Das ist schwierig. Man weiß im Fußball nie, was passiert", sprach Franck Ribéry und brachte den Klub in Erklärungsnot.

Der französische Nationalspieler forderte den FCB auf, für die Champions League die Qualität des Kaders zu verbessern. Was ihm einen öffentlichen Rüffel von Rummenigge eintrug: "Es ist nicht förderlich, wenn Spieler ihre Forderungen in der Öffentlichkeit stellen."

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