Der 33-Jährige sorgt für 1:0-Führung gegen Frankreich.

Düsseldorf. Die Erleichterung war Rainer Schüttler nach seinem Zwei-Satz-Sieg gegen Gilles Simon deutlich anzumerken. Und das aus mehreren Gründen. "Es fühlt sich gut an, Deutschland endlich einmal mit 1:0 in Führung gebracht zu haben", sagte der Tennisprofi nach dem 6:4 und 6:4-Erfolg beim Auftakteinzel im zweiten Spiel des World Team Cup gegen Frankreich. "Ich habe das Spielen schließlich nicht verlernt", sagte der Korbacher, der beim 2:1 gegen die USA am Sonntag noch enttäuscht und die einzige Niederlage in dieser Begegnung gegen Sam Querrey hingenommen hatte.

Und nicht nur diese Niederlage hatte den "Shaker" geärgert. Auch Hinweise auf sein Alter und das mögliche Karriereende konnte der 33-Jährige nicht so stehen lassen. Zwei Jahre wolle er noch spielen und vielleicht sogar mal später "das Superangebot nutzen, etwas für den Rochusclub in Düsseldorf machen".

Doch so weit ist es noch nicht. Dazu hat Schüttler zu viel Ehrgeiz, vor allem jetzt nach seinem ersten Sandplatzsieg in dieser Saison gegen einen Spieler, der 22 Plätze über ihm in der Weltrangliste platziert ist. "Die Dichte in der Weltspitze ist so hoch, dass man sich kleine Fehler nicht erlauben darf", sagte der Korbacher. Mit konzentriertem, druckvollen Spiel besiegte er den Franzosen, der weder seinen Rhythmus fand, noch die hohe Fehlerquote gegen die deutsche Nummer 1 senken konnte. Nach seinem 300. Einzelsieg (bei 290 Niederlagen) wird Schüttler "ruhiger schlafen". Er rechne sich nun Chancen aus, die eine oder andere Runde bei den French Open, die nächste Woche beginnen, zu überstehen. "Das könnte eine Initialzündung für Paris gewesen sein", erklärte der Tennisprofi.

Die Lücke zum Weltranglisten-Siebten Gilles Simon hat Schüttler geschlossen, und er hofft darauf, noch zweimal beim World Team Cup zu spielen. Dafür müsste das deutsche Team jedoch das Finale erreichen.

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