Rosario (dpa) - Drei Monate nach dem Tod des Amerikaners Francis Crippen startet die neue Saison im Freiwasserschwimmen. Den Auftakt der zehn Stationen umfassenden Grand-Prix-Serie bildet am 23. Januar der Wettkampf im argentinischen Rosario.

Beim Rennen über 15 Kilometer wird in Alexander Studzinksi sowie den Nachwuchskräften Sergej Bauer (beide Wiesbaden) und Benjamin Konscharek (Karlsruhe) auch ein Trio des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) starten.

Für die DSV-Schwimmer geht es in den kommenden Rennen auch um die Qualifikation für die WM in Shanghai vom 16. bis 31. Juli. Für die Nominierung herangezogen werden sollen die Wettkämpfe im brasilianischen Santos (17. April) und in Cancun/Mexiko (30. April).

Nach Auskunft von Lutz Buschkow, DSV-Direktor für Leistungssport, soll eventuell auch noch das Rennen im Europacup in Eilat (Israel) am 7. Mai berücksichtigt werden. Aufgrund ihrer dritten Plätze bei der EM im vergangenen August sind der neunmalige Weltmeister Thomas Lurz (Würzburg) und Angela Maurer (Mainz) für die WM gesetzt.

Nach dem Rücktritt von Ex-Weltmeisterin Britta Kamrau (Rostock) ist Nadine Reichert (Mainz) die aussichtsreichste Anwärterin auf das WM-Ticket. Bei den Männern werden sich vor allem Ehemann Christian Reichert (Wiesbaden), Andreas Waschburger (Saarbrücken) sowie Studzinski und Konscharek um den freien Platz streiten. Ein Platz, der im Hinblick auf Olympia 2012 von Bedeutung ist: die ersten Zehn von Shanghai sind automatisch für London qualifiziert.

Im Fall Crippen haben bislang weder der Weltverband FINA noch der eigens vom US-Schwimmverband eingesetzte Ausschuss ein Ergebnis der Untersuchungen veröffentlicht. Der 26-Jährige war beim Finale des Marathon-Weltcups Ende Oktober gestorben.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer