Freestyle
Im Freestyle wollen die deutschen Sportler 2014 mit um Medaillen kämpfen.

Im Freestyle wollen die deutschen Sportler 2014 mit um Medaillen kämpfen.

dpa

Im Freestyle wollen die deutschen Sportler 2014 mit um Medaillen kämpfen.

München (dpa) - Zwölf Wettbewerbe bei Olympia in Vancouver - und keine Medaille für Deutschland. In Sotschi in drei Jahren soll es deutsches Edelmetall in den trendigen Wintersportarten geben. Bei der Freestyle-WM wird nur insgeheim auf einen Podestplatz gehofft.

«Es geht im Zuge eines mehrjährigen Aufbauprogramms darum, die Dinge Stück für Stück zu entwickeln. Daher wäre es falsch, für die WM zu große Messlatten zu definieren», sagte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV), kurz vor den Weltmeisterschaften vom 2. bis 5. Februar in Deer Valley/USA. «Die erste große Messlatte werden die Olympischen Winterspiele in Sotschi sein und die zweite dann hoffentlich 2018 in München.»

Schritt für Schritt wolle der DSV das Feld der Trendsportarten bearbeiten, betonte Hörmann. Denn während Kanada in den Bereichen Freestyle, Skicross und Snowboard mit alleine viermal Olympia-Gold kräftig abräumte, gingen die deutschen Sportler in zwölf Entscheidungen komplett leer aus. Das waren die Plaketten, die am Ende im Medaillenspiegel zu Platz eins fehlten.

Mit dem Ziel, bei den Winterspielen in Russland fünf Medaillen in diesen Sportarten zu holen, wurde das finanzielle Engagement hochgeschraubt. Die Skicrosser zum Beispiel arbeiten in dieser Saison, in der sie bereits fünfmal auf dem Podest standen, mit einem Etat zwischen 230 000 und 280 000 Euro. Vorher war es weniger als die Hälfte. Die Snowboarder, die nach den medaillenlosen Winterspielen von Vancouver ursprünglich eine Mittelkürzung erwartet hatten, durften auf dem gleichem Niveau weiterarbeiten. Bei ihrer WM in Spanien trug das noch keine Früchte - sie blieben ohne Podestplatz.

«Unsere Ski-Freestyle-Mannschaft befindet sich derzeit im Umbruch und verfügt über einige junge Talente», sagte DSV-Generalsekretär Thomas Pfüller. «Hier müssen wir noch ein, zwei Jahre Geduld haben, aber 2013 oder spätestens 2014 sollte der eine oder andere dann in der Lage sein, wieder um die vorderen Plätze mitzufahren.» Schon diesmal könnten die Skicrosser für WM-Freude sorgen. «Ziel ist es bei Olympia in drei Jahren eine Medaille zu holen», sagte Trainer Alex Böhme. «Aber nach den guten Ergebnissen der Saison, hofft man natürlich schon jetzt darauf.»

Außer bei den Skicrossern gab es vor den Titelkämpfen in Deer Valley nur eine Top-Ten-Platzierung - und die hat wenig Aussagewert. Denn beim sechsten Rang von Caja Schöpf beim einzigen Weltcup in der Halfpipe in der Saison waren nur sieben Sportlerinnen am Start. Großes Neuland betreten die Nationen bei der WM-Premiere im Slopestyle, bei dem die Athleten einen Hindernisparcours durchfahren. Hier ist der DSV mit gleich fünf Athleten vertreten. Nur im Skicross hat er mit sechs Leuten mehr auf der Strecke. Auf der Buckelpiste ist Marina Kaffka einzige Deutsche, beim Kunstspringen gibt es noch keine deutschen Starter.

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