Das Nationalteam startet am Montag in die EM in Finnland. Als Favorit – wie immer.

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Silvia Neid kann neuerdings auf Doris Fitschen an ihrer Seite zählen.

Silvia Neid kann neuerdings auf Doris Fitschen an ihrer Seite zählen.

dpa

Silvia Neid kann neuerdings auf Doris Fitschen an ihrer Seite zählen.

Düsseldorf/Tampere. Mit der reibungslosen Anreise nach Finnland und den ersten lockeren Trainingseinheiten vor Ort hat für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft die Gold-Mission bei der Fußball-Europameisterschaft begonnen. Nach der Ankunft in der Stadt Tampere, ging es zum sehr idyllisch gelegenen Hotel "Scandic Rosendahl", in dem auch Gruppengegner Frankreich absteigt.

In Tampere wird der Welt- und Europameister seine drei Vorrundenspiele bestreiten. "Unser Ziel ist, den siebten EM-Titel zu gewinnen. Ich denke, wir gehen nach insgesamt acht Wochen Vorbereitung gut präpariert in das Turnier", sagte Cheftrainerin Silvia Neid. Erstmals streiten bei der EM-Endrunde, die vom 23. August bis 10. September in den vier südfinnischen Städten Helsinki (zwei Stadien), Tampere, Turku und Lahti ausgetragen wird, zwölf statt acht Teams um die kontinentale Krone.

"Die anderen wollen, dass wir nicht schon wieder den Pokal holen"

Neben der deutschen Mannschaft, die angesichts der vier EM-Coups in Serie natürlich die Favoritenbürde trägt, werden Norwegen, Schweden, Dänemark, England und Frankreich realistische Chancen eingeräumt. "Wir haben kein Abonnement", sagt Neid. "Und wir wissen, dass es schwer wird, unseren Titel erfolgreich zu verteidigen. Die anderen Nationen wollen alle, dass wir nicht schon wieder den Pokal holen."

DFB-Präsident Theo Zwanziger drückt "den Mädels" beim ersten Vorrundenspiel in der "Hammer-Gruppe B" gegen den 1995er Weltmeister Norwegen am Montag im Tampere-Stadion (16 Uhr MESZ/ARD und Eurosport) sowie danach gegen Frankreich (27. August) noch daheim die Daumen. "Das letzte Gruppenspiel gegen Island schaue ich mir dann vor Ort an", sagte Zwanziger. "Für uns ist die Frauen-Nationalmannschaft zu einem Aushängeschild geworden." Mit Blick auf die U20-WM 2010 und die Frauen-WM 2011 in Deutschland hofft Zwanziger auf den fünften EM-Triumph hintereinander.

Erstmals in neuer Funktion gehört Doris Fitschen zur DFB-Delegation. Seit zehn Tagen ist die ehemalige Nationalspielerin (144 Länderspiele) offiziell Managerin der Frauen-Auswahl, in der 16 Weltmeisterinnen von 2007 stehen. "Meine EM-Rolle wird in erster Linie sein, zu lernen", meinte Fitschen. Zwar kenne sie noch einige Akteurinnen aus ihrer aktiven Zeit. "Ich will näher an das Team heranrücken, die Abläufe kennenlernen."

Die 40-Jährige arbeitet seit Ende ihrer Laufbahn 2001 vor allem im Marketing-Bereich für den DFB und will nun - ähnlich wie Oliver Bierhoff bei den Männern - der Bundestrainerin den Rücken frei halten.

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